Die Zurückeroberung des Alltags / IV

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Don’t judge ä Gehstock by his Beigeschmack!

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Die Winkelzüge der Götter zu durchschauen, hinter ihrem Handeln eine Art Plan erkennen zu wollen oder vielleicht gar später den tieferen Sinn in den Händen halten zu dürfen: oh Menschlein, lassen wir ab davon.

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Es läßt sich nicht verhindern, daß man, will, kann oder muß man das Ghetto der Krankheit verlassen, um das hoch besungene freie Land der Gesunden wieder zu betreten, in die fröhliche Gemeinschaft der Gesunden sich wieder einzureihen, selbigen auf dieser wackligen Reise auch begegnet, wobei ich nicht reden will vom Zusammentreffen im Reiche der Pflege und Wiederaufforstung, sondern von den zufälligen oder verabredeten Begegnungen auf der Gass‘, in den Familien, sei es in natura oder in digitalis oder anderen Freundschaften. By the way: Begegnet man auch Feindschaften?

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Von der ängsten Vertrauten A. / 1

Was hinkt der rum noch uff der Gass‘

Schon schmerzt mein Knie ich sag Dir was

Mein Herz will fremdes Weh nicht seh’n

Schon lauf ich unrund kann nicht geh’n

Das Pumporgan was schneller schafft

Was beinah mich dahingerafft

Mir reicht mein tägliches Geraffel

Der Stress in meiner Denkerwaffel

Ach sei so gut und mach es besser

Was sagte ich? Da unterm Messer

Mußt Du Dir keine Sorgen machen

Warum tust Du jetzt blöde lachen

Und mit Deinem Gehstock klopfen

Verzeih muß weiter denn der Hopfen

Kann nicht warten

Geduld Geduld Geduld

Am Ende ist man selber schuld

Dies würd ich nie behaupten

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Der Kranke oder leicht bis schwerer Lädierte weiß manchmal nicht, wem er da ins gesunde Aug‘ schaut. Den Ängsten des Gegenübers? Oft. Diffusen Befürchtungen vor der Aussicht auf den eigenen nicht zu vermeidenden Verfall, der eventuell ähnliches bereithält? Augen auf und trotzdem nicht durch? Nichts in den falschen Kropf, Emphatie gibt es auch, aber ganz frei von … siehe oben … selten. Vor allem bei meiner Alterskohorte.

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Von der ängsten Vertrauten A. / 2

Den Stock den Stock den brauchst du nicht

Er ist nur Accessoire

Den Stock den Stock den brauch ich doch

Ich gehe schief sonst zwar

Ich weiß genau

Obwohl nicht grau

Dem Alter flieh ich nicht

Doch doch unendlich Jahre hast Du noch

begib dich nicht in dieses Loch

Man ist so jung wie ich mich fühle

Ach Freund dies wird dich nicht entzücken

Ich mocht sogar die beiden Krücken

Ich mußte ja

So endet dies Gedicht

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Die letzten Monate haben mir gewiß etliche Stecker gezogen und waren oft sehr schmerzlich. Aber ‚Derjenige von vor der OP‘ mag ich gar nicht mehr sein. Isch over! Ein bisserl was Anderes nehm ich mit und wahr. Was genau? Wird sich weisen. Solange gemächlich am Stock in Würde altern unter Verzicht auf alterspubertäre Schübe. Und nun hier zum dritten Mal die Ankündigung von den Flugversuchen zu denken. Solang halt nochmal von den ängsten Vertrauten. In, um und um mich herum. Die Rente ist sicher!

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