„Si? Pronto. Vaticano is speaking! Who’s there in the line!“
„Hi! Is there Leo? Your father wants to meet you!“
„Oh! Hello! God? You around here? Down to earth? Personally? Have you heard my prayer and how urgently we need you nowadays? Or is it your son strolling around? On tour?“
„Leo! To make it simple! I’m around here, doing some shows. And thought about caring about my family! So I called!“
„Your voice sounds familiar to me! Son! What is your desire?“
„Don’t wanna talk about music that is fifty years old now!“
„I owned this record. The little jewish boy called Zimmerman did some amazing songs then. One more cup of coffee I loved the most.“
„Leo! Is it allowed to drink coffee and listenig to old roadsongs in the vaticano nowadays?“
„My son! Sicuro!“
„You are my son! Heard you wrote a book and used some of my words. Never published before! You do that now! As some kind of opening!“
„Bobby! This is you! I had this supposizione, scusi, supposition, when I answered your call! Ring them bells and I let you in!“
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(Mister Zimmermann is entering the room. Warm welcome. Leo wants to smile, but he has to beware his dignity.)
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„Hello father!“
„Hello my son!“
„Why are you dressed up as an kind of Darth Vader, mio figlio!“
„Mio padre! Because I don’t wanna be seen, only be heard!“
„The stupido with the carrot head lost tonight!“
„I’m relieved, but not sure about, what it all means!“
„Trust, my son. Sorry. Father! Trust in us!“
„Got it! Father! Here’s my book! What’s your gift?“
Unlängst an einem regnerischen Sonntagmorgen frühstückende Bisons dert obbe
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Das badische Gutsele, für Rosinenausscheider auch das Guzele oder Gutsle, ist da unten nicht nur ein Bonbon, sondern auch der Ausdruck für eine belohnende Überraschung, eine überraschende Belobigung, eine Art von Alltagsvervollkommnung, also quasi sowas wie die Kirsche auf der Torte. Eine Kirche findet dort ja eher selten ihren Platz. Schade eigentlich.
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In anderen Landesteilen nennt man die Dinger Bonsche, Bongs, Bolchen, Bollos, Kamelle (Alaaf ihr Jecke all!), Klümpkes, Bömskes, Babbelkes, Bollchen, Bommsel, Guudsje, Bomsche, Zuggestoa, Zuckerl, Guatl oder in angrenzenden Sprachgebieten Täfeli, Zältli, Zückerli, Züggi oder Klömkere, Klümpchen und so weiter. All diesen Zuckersteinen ist gemein, daß man sie sich langsam auf der Zunge zergehen lassen kann, wenn man die Geduld dazu aufbringt, manche aber zerbeißen sie in Lusthast, verschlucken sich daran, manches bleibt so stecken im Hals, man würgt es wieder raus, sinnlose Versuche, vielen wird dabei schlecht und dies begeistert trotzdem umso mehr, weil Überdosierung nunmal Menschenrecht zu sein scheint. Vergißt man ein angelutsches Gutsele, welches man, Erstickungsgefahr zu verhindern abgelegt hatte auf dem Nachtkasterl, dem Schreibtisch oder in der Hosentasche, kann die Entfernung der alten Klebrigkeit durchaus Lebenszeit kosten. Manche haben an klebrigen Fingern aber auch ihren Spaß. Dies sei hier nicht unterschlagen. Was das Gutsele und die Erinnerung auf eine kuriose Art und Weise eben zusammenklebt. Die Anhänglichkeit eben und wie mühsam das ist weiß man, wenn man mal in einen riechenden Haufen getreten ist und versuchte danach die Hinterlassenschaften aus dem Profil der Lebenswandersohlen nachhaltig rauszukratzen. Das meiste Material hat eh schon längst den Lebensteppich nachduftend imprägniert. Da hilft dann auch kein DYSON mehr. Gelle!
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Hier nun in loser Folge einige oder viele Erinnerungsgutsele. Verschluckte. Genossene. Bittere. Vergessene. Langweilige. Sentimentale. Bedrisste. Fehlerhafte. Herbeiphantastierte. Das erste Zuckerstückle dieser Reihe, wie man an dem Badisch letzten Zipfele das Rote Meer teilen wollte und dann Kirschkerne als Waffe nutzen mußte. Oder wollte? Bald schwäbisch meer.
Unlängst ein Blick aus der Ferienwohnung auf den flüchtenden See frühmorgens
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Und als meine Frau nach der ersten Nacht in unserer Ferienwohnung, da am westlichsten Ende des Überlinger Sees, das Dachfenster aufkippte und ausrief, das sei ja Ebbe da unten und erzählte, wie sie das erste Mal mit ihren Eltern an die Nordsee, das große Versprechen, man fährt ans Meer, die See, der Ozean, Kolumbus, Magellan, Captain Cook und Georg Foster und sie rannte über die Düne und dann war sie nicht da, die See, Ebbe ein ihr unbekanntes Phänomen und wie sie weinte und stammelte: „Das Meer ist nicht da!“, und so ihre Eltern bezichtigte einer Lüge, eines Betruges gar, vor allem einer schmerzlich enttäuschten Erwartung und ich mich aus dem Bett riß und einen See erblickte, der mir in seiner Dürftigkeit, Bedürftigkeit fremd wurde, fremder denn je, schlagartig, kann man artig zuschlagen ich mich fragte, so schrie es in meinem verkaterten Hirn und mir klar wurde, daß nun es höchste Zeit sei sich zu erinnern an alte Fluten, zu danken, zu danken für dieses Geschenk, die etlichen Zeiten in Frieden und gab meinem Gaumensegel die Order zu schweigen und zurückzukehren zum Reim, in der Hoffnung mit weniger und nicht fremdzitierten festgemauerten Worten der höllischen Geschwätzigkeit allenthalben entfliehen zu dürfen. Vielleicht.
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„Insum“ nennen wir, meine Frau und ich, den Herbst, den wir gerne betrachten. Der indianische Sommer. Verzweifelt erinnernd halten die Bäume, ihre alle und letzten und allerletzten Äste beauftragend, die flüchtenden Blätter zu halten feste und lassen sie dann trotzdem erleichtert fallen. Irgendwie, irgendwo, gewiß aber irgendwann. Wenn sie es können. Davor werden aber die Farben gefeiert. Viel Rot. Mehr Gelb. Kaum noch Grün. Zwischentöne. Mischungen. Bastarde. Schattierungen. Unlängst las ich von Menschen, welche sich gegenseitig die Werke von Karl Marx vorlesen statt miteinander zu sprechen. Es existiert alles, was existiert.
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Habe mich eben beim Pegel Konstanz als Mitglied eingemeldet. Man wird mich fortan regelmäßig über die Stände des alten Sees informieren.
Ich wiederhole mich ungern. Was soll nach einer Premiere schon noch groß kommen? Die Zweite mit der man dann besser sieht? May be! Mantren akzeptiere ich eh lieber in eher spirituellen Zusammenhängen. Sonst: Na ja! Andererseits ist auch mir der Zwang oder der Trieb zur Wiederholung, vermehrt im fortschreitenden Alter austretend … Danke lieber Sigi Freud für den Verschreiber! … also auftretend im forttaumelnden Altwerden, als eine seltsame Mischung von prädementer Sentimentalität und postjuveniler Vitarechtfertigungsmanie, nicht gänzlich fremd.
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(Vielleicht dient tägliches Wiederkäuen ja der Verdauung älterer Steine in den mentalen Mägen. Oder das Wiederholen ist trauriges Zurückholenwollen. Was halt it kloppt bzw klappt. Oder it? Herzlichst: Der Säzzer. Very pleased too today!)
Unlängst gegenüber unserer Ferienwohnung ein entkernter Austin Morris stand
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Geschichte
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Ein rückwärts geschriebener Buchstabe Die Hand am Kopf vorbeigeführt Und die Zeit Um die man morgens aufsteht Rostige Sonne Geschmolzenes Glas Stilleben Der Luftzug schließt meine Tür Und die Träume haben mich aufgeweckt
„Keiner komme ohne Geschichte aus, sagte Xia, selbst der größte Gauner müsse sich noch eine Geschichte spinnen, in der er zum Helden wurde, um seinen eigenen Anblick zu ertragen.“ (aus: Ingo Schulze: Das Wasser im August)
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„Man kann es so oder so machen. Ich bin für so.“ (Gerhard Schröder)
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„Man muß nicht alles gut finden, aber wollen wir einander nur noch bescheinigen, daß wir Idioten sind?“ (Volker Bouffier)
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„Wir müssen wahrscheinlich dazulernen, daß die Menschen immer nicht dazulernen.“ (Wolf Biermann)
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„Do könn wir gar nüscht machen, gar nüscht! Do könn wir gar nüscht machen!“ (aus: Ingo Schulze: Neue Leben)
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„Bliev do, wo de bess,
Halt dich irjendwo fess
Un bliev su, wie de wohrs:
Jraaduss.“ (BAP)
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„Leben ist das, was passiert, während du andere Dinge im Kopf hast.“ (John Lennon)
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„Keep on keepin‘ on.“ (Bob Dylan)
(Übertragung: „Und wie?“ „Ei! Als weidder!“)
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„es ist als ob ich wiederkommen sollte / und etwas auch als wollt es mich vertreiben / es ist als ob noch keine zeit vergangen wäre“
(aus: Wolfgang Hilbig: fragwürdige rückkehr (altes kesselhaus))
Vom Fahrrad aus staunend betrachtet auf dem Weg nach HoyWoy / Juli 2019
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Von den unregierbaren Träumern
Oder
Die Mär vom „Souverän“
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Schachmatt Tankrabatt
Ranzen voll und nimmersatt
Am Tellerrande Stacheldraht
Der Untergang er naht er naht
Ich bin reich und hab kein Geld
Die Klage steigt zum Himmelszelt
Alles Nutten außer M…
Mein Leben Drama einzig Drama
Klein mein Herz doch rein rein rein
Veränderung war niemals mein
Ein jeder soll vor seiner Tür
Doch meine klemmt und ab dafür
Mein Schlüssel dreht sich um im Schloß
Mein Motor brummt was wollt ihr bloß
Freie Fahrt ich bin so froh
wird immer sein war immer so
Gelle schnelle trulala
Oktoberfest und rumstrara
Wunschpunsch Wunschkonzert
Wünsche Träume Punsch Punsch Punsch
Ansonsten zieh ich einen Flunsch
Verweiger mich stets aller Härt‘
Drück Glück Gaspedal
Der Rest der ist mir sch…
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(unlängst im September 2026)
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Damals, 1974, ein Jahr vor dem Abitur sollten wir darüber nachdenken, was unsere Zukunft eher beschreiben könnte: Orwells „1984“ oder Huxleys „Brave new world“. Ich als (selbst)gerechter Linkling plädierte selbstredend für Orwell. Feinde überall und man selber träumt von hehren Partisaneneinsätzen, selbstredend mit 13ten Monatsgehalt und Weihnachtsgeld. Einer meiner ältesten Freunde, immer noch, hielt Huxley die Stange. Allein die zum T – Remember Ford T- Model! – umfunktionierten Kreuze auf den Kirchen hatten ihn überzeugt. Desweiteren riet er uns, ab und an in die FAZ zu schauen, schon allein wegen des Wirtschaftsteils.
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Ante portas der immer noch für etliche – gewiß nicht für alle – recht seligen Insel Germanien – „1984“ gibt es gewiß in allen 4 Himmelsrichtungen, aber drinnen, hier in Ost und (!!!!!) West, denk ich an den Tankrabatt und ähnliche sinnentleerte Gießkannenaktionen, die eh nur die größten Häufen bewässern und nicht einen einzigen Wähler „entbläuen“, gebe ich meinem alten Freund recht. Schon länger! Aldous was right!
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Lese zudem häuptsächlich nur noch oben genannte Zeitung. In Papierform. Noch vor kurzem drängelte sich alles in der Mitte, jetzt ist hier Platz, Platz zum Nachdenken. Ein bisserl emotionsloser als an den Rändern.
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Zitiere zum Abschluß meinen so lang schon verstorbenen Vater: „Alles im Leben ist relativ! Eine Minute im Bett mit einer schönen Frau ist relativ kurz. Eine Minute mit dem nackten Arsch auf einer heißen Herdplatte ist relativ lang!“ Und die Rechnung reichen wir wieder weiter an die Nachgeborenen.