Mmm, when the walls cave in And the lights go dim And I drag you out again Well, dystopian values are too hot to handle And I’m going out in a blaze Can we run any faster? It’s a total disaster I, I, I’m going down in the flames Yeah, when they try to arrest you I’ll come to your rescue Life is a gambling game
„Weißt du, setzt er noch mal an, als ich schon fast draußen bin, der Nestbeschmutzer ist der, der den Dreck ins Nest trägt. Nicht der, der rauskrabbelt und mit jemandem drüber reden muss. Ich nicke, er scheint ergriffen von seinen eigenen Worten. Ja, danke jedenfalls!„
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(aus: Lena Schätte / Das Schwarz an den Händen meines Vaters)
Ehemaliges Kinderzimmer von außen / KN – Staad / Juni 2026
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Abschiedsbriefe oder Neulich in alten Schubladen wieder nix gefunden
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Da stimmt doch was nicht? Mit der Zählung? Oder? Oder it? Stimmt! Ich habe die letzten zwei Nachklappeinlassungen hier nach eigentlich selbstverordneter Pause in den Papierkorb geschoben. Falls es bemerkt wurde. Wenn nicht, auch gut. Das übliche Bessergewissere oder das Schlaulehinterhertreten in Sachen Pöhlerei. War mir dann doch eher peinlich. Vor allem, weil die deutschen Kickereiüberheblichkeiten einfach überhaupt kein Thema mehr für mich sind. Ala hopp! Nun die nächste Lichtgestalt vor den Toren der Nation? Schau‘n mer mal, Jürgen. Oder soll’s denn doch de Chrischtian besser mache? Driss-elmala-ejal.
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Ein Abschiedsbrief an Väter die keinen schrieben
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Du hättest vielleicht wissen sollen, daß ich dir keine Fragen hätte stellen können
So jung und blaß und Antworten suchend in dir fremden Sümpfen
Behaupte ich so unfrei wie ich einst war und weiter blieb
Zwischen den Flußpiraten vom Mississippi und den Alligatoren Vaterland und Einsamkeit
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Ein Hinweis nur da hinten da wohin du dich fortgemacht hingepickt
Mit Reiszwecken mit Nägeln besser noch Mann
Wer sucht der findet und wenn es ein langes Leben dauert
An einem der Ausgänge denen du ewig schon die Klinke gestreichelt hast
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Weil du es nicht hast gut gemacht in meinen trüblichen Augen
Lehnt mein Kopf im Nacken knirschend Tag wie Nacht
Wie soll ich beweisen meine unzähligen Fähigkeiten
Denn besser und strenger und den Anderen selten nur ein Gegenüber seiend
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So flog ich dann mit Mama nach Amerika ins Große Hotel zu groß
Die Augen mir zu Schlitzen wuchsen vor lauter Angst vor meinen Freunden
Ich brauchte kein Feuerzeug in Foxborough nein
Meine Lunte glomm immer in steter stiller Wut seit jenen Tagen
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(gießen am 3. Juli / irgendwo zwischen frankfurt und winston-salem hin- und herpendelnd. Und natürlich KN-Staad.)
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Wer lässt wen erst rein und dann wieder raus und so weiter und so weiter? Experten abschaffen! Fragen und nach den Fragen noch mehr Fragen und weniger Antworten. Kein auratischer Messias is needed! Aber Messi vielleicht doch. Noch. Good Luck, Bub Julian Nagelsmann.
Hörst Du die Glocken von Santa Fe oder Neulich im Moseleck / Teil 3
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„I don’t wanna be buried in a pet cementary!“ (The Ramones)
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Im dritten Teil wird gerne gestorben. Der Pate. Der Pferdekopf im Bett. Winnetou. Den gab es nie. Die Wahrheit in diesem Fall. Aber, küss die Hand Frau Bachmann, die war schon immer eine schöne Leich‘.
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Sitze im Moment im Türmchen zu Gießen. Am Nebentisch zwei muskelbepackte und mit Botschaften hautbemalte Levantiner. Sie unterhalten sich eher lautstark. Ich sitz eben am Nebentisch. Das Risiko des Nebentisches. Man sitzt oft neben anderen Tischen oder zwischen den Stühlen. Muß ja nicht gleich der Katzentisch sein. Ist dir die Welt zu laut, gibt es halt nur noch das Separee. Der Nebentisch spricht von einem vor Jahren hier im Umland spektakulär erschossenen Höllenengel. In den Tempeln der Rückschau entweder Held oder Arschkrampe. Die einen so, die anderen gegensätzlich. Ich liebe diese Coinzidenzien, sitze ich doch hier, um etwas zu notieren vom Tod, den Nebentischen und allzu kuscheligen Erinnerungen, der Wut über diese und denke: Des glaub‘ i doch it.
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Zurück ins Moseleck und zur Mundharmonika. Die Kuhjungen. Die Kriegsheimkehrer. Am Lagerfeuer. Am Wolgastrand. Bob Dylan. Einatmen. Ausatmen. Die Zunge einrollen. Strecken. Gegen die Zähne stoßen. Und die Mundorgel beginnt zu weinen. Traintime. Wer einsam ist, muß sich bewegen. Iss besser so. Sonst wird er bewegt. Die Züge rollen nach Nirgendwo. An die Ostfront. Ins Lager. Mundharfe. Das einsamste aller Instrumente. Es genügt sich selbst. Wenn man an der Rampe in den Klangkolben bläst, zieht sich der Rest der Band dezent zurück. Lauscht den eigenen Zähren. Außer da ist Ginger Baker und trommelt alles zu.
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Die Erinnerung und die Wahrheit sind Idioten oder – süddeutscher halt – Deppen. Entweder machen sie aus Monstern Kuscheltiere oder aus traurigen Gestalten Dämonen. Die Pendel schwingen, in sich verbissen, im größtmöglichen Ausschlag von rechts nach links und kommen nie zur Ruh‘. Erinnernde sind selten Archäologen, die, bei brütender Hitze im Hirn, in den pompejanischen Resten ihres Lebens Tonscherbe nach Tonscherbe aus dem verhärteten Lehm herauskratzen und die Scherben und deren freigesetzte Töne neu und wieder neu und anders bewerten.
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Braucht Trauer als Hintergrund eine Mär von einem allseitig glücklichen Leben? Ein alter Lieblingswitz von mir: Laufen zwei Brüder die Straße lang. Nach einer Weile sagt der eine zum anderen, der Rechte zum Linken, oder umgekehrt: Du! Gelle! Jetzt! Ich will halt auch mal in der Mitte laufen! Verzeihung? Dann eben der noch: „Wenn ein Witz gut ist, dann ist mir egal, wenn ich damit beleidige!“ (W.C. Fields). Einer geht noch. Immer. Oder it?
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Ein Neuer war nicht nötig. Im Moseleck. Zwei Humpen im Moseleck. Einer für jedes Bein. Standbein. Spielbein. Weiterziehen. Natürlich werden verschwiegen die Vorglüheinheiten und geflissentlich die Absäckeleien. Früher Abend. FFm glüht vor sich hin. Ich flippfloppe ins Hotel. Ich hatte das vor Jahren entdeckt, nicht nur weil es nah am Bahnhof liegt, sondern weil es nach dem Spanier aus Genua, der Amerika entdeckt haben soll, benannt wurde. Unten ein Italiener. Auch hier Bierbänke bis an den Rand der Strassenbahnschienen. Die Italiener leider nicht mehr da. Jetzt? Türken? Usbeken? Kurden? Tadschiken? Immer noch eine wunderbare Speisekarte. Salsiccia gegrillt. Das verdura dazu auch. Halbliterkaraffen Hauswein. Uff. Wollte ich doch von schweigen. Früh ins Bett. Im Hotelzimmer weit über 30 Grad. Unten: Niddastraße / Ecke Ottostraße toben die jungen, einsamen, dunklen Buben die ganze Nacht durch. Sollen sie. Oben: Etliche Gespenster kraulten mir den Nacken sanft. Noch’n Gedicht kritzeln halt noch.
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Wie wir nicht mehr sitzenbleiben wollten
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Du hattest mir mal ein Versprechen gegeben
Wir hatten keine Verträge unterzeichnet
Dann standest du auf wortloses Lächeln
Ich rief noch hinter dir her
Es sei MEINE Entscheidung gewesen
Du murmeltest etwas von
Auf der Flucht zu sein
Eine Tür fiel ins Schloß
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Dann blieb ich einfach sitzen
Ameisen im Hinterteil juckend
Momentan ist richtig momentan ist gut
Du freutest dich sagtest du
Wie ein Schnitzel
Was mich lachen machte
Die Tür stand weiter offen
Spielen wir hier eigentlich UNO
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Nun ein leerer Tisch
Die Lehne des einen Stuhles
Hält sich fest an der Tischkante noch
Der Stuhl visavis liegt quer zu den Füßen
Des noch nicht abgeräumten Tisches
Die Türe angelehnt abwartend
Ein milder Wind bläst durch den Spalt
Vielleicht werden wir zusammen alt
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Man denkt
Gott lenkt
Chancen versenkt
Den Mantel an den Kleiderhaken gehängt
Bestattungsunternehmen
Werden im Alter Themen
Der Tod ist nicht nur ein Formular
Er war schon da trotz Anfang wahr
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(Hotel Columbus / FFm / unlängst)
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Nachklapp:
So. Jetzt hammer hier eine kleine Sommerpause. Die Bub’n übernehmen mal wieder. Und: Randnotiz: Geh bitte, lieber Gott: Wann i noch einmal auf der Erde herumhüpfen täten dürfte, könnt ich dann vielleicht als an Weaner zurückkemma können? Dafür tat ich gerne danken und sonst, liaber Gott, die Woit ist halt eine Art von Schrott. Iss nett so schlimm. Servus. Hier ist jetzt eine Sommerpause. Hoab i mi jetz gar wiederholt? Bist Du deppart? So isses hoit mit dem Lebn. Küß die Hand, schöne Frau. Gemma oile scheiß’n.
Zwickt’s mi, sagte Frau Bachmann oder Neulich im Moseleck / Teil 2
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„Was wahr ist, streut nicht Sand in Deine Augen, was wahr ist, rückt den Stein von deinem Grab.“ (Ingeborg Bachmann)
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Mit Flipflops und einem Sommerhut auf dem Kopf, beides vor ein paar Jahren erstanden auf Kefalonia, an einer dieser typisch griechischen Wildwestkreuzungen, zwei Kneipen, ein Lebensmittelgeschäft und ein Laden mit Krempel für die Touristen, betrete ich das Moseleck. Eine Bekleidung, die ich mir bis vor wenigen Jahren noch verboten habe. Erwachsene Männer tragen so was nicht. Nur Weicheier und ewig Pubertäre gewanden sich, bloß weil es ein bisserl warm, in dieser Art und Weise und zeigen der Welt ihre bemalten Waden. Man wird halt auch nicht mehr älter, würdevoll wie betagte Männer am Mittelmeer, für die ordentlich gekleidet sein, auch bei über 100 Grad Fahrenheit, Verpflichtung und Anspruch an eigenes ästhetisches Empfinden und Respekt vor den Blicken des Gegenüber ist. Stichwort: optische Verwahrlosung oder wie ein ehemaliger Kollege einst gerne sagte – er kam aus Lautern – Ei do krisch isch doch Augecrepes!
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Ja dieser Hut. Den hatte ich stets, wenn ich als des Masters Voice auf die Bühne trat, auffem Kopf. Damit der Himmel mir nicht auf den selbigen fällt und er hält die Konzentration zusammen, auch. Rein von der noch vorhandenen recht dichten Haarbestückung hätte ich es gar nicht nötig, ein Glatzenzudecker ist das Ding nicht. Was sonst? Vielleicht nur eine Macke oder mein Statement-T-Shirt. Halt nur da oben. Setzte mich an den Tresen, orderte einem Humpen, neben mir ein Herr in meinem Alter, Hesse, Trunkenbold, man quatscht, Ei, du biss doch Musiker, stimmt, so und so, ei, was spielst dann so, singen, Gitarre, und Mundharmika, ei, ich aach, aber so die mit dem Hebel, also so eher, wie heißt das denn, chromatisch, und du so ei, ja ich eher so Bob Dylan, pentatonisch, ei, ich hab des von mein Vater gelernt, der hat so eine mit Hebel, ja, mein Vater auch, womit wir beim Thema dieses Eintrags wären: Väter, die Wahrheit und die verschiedenen Interpretationen der eigenen Verlorenheit auf diesem Planeten. Wird bald ein Lied. Handelt dann auch vom Noch-Bundestrainer. Davon aber später.
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Die nicht fahrenden Züge waren nicht der Grund in FFm zu bleiben, statt zur wartenden Frau heimzukehren. Ich mußte mir die letzten 6 Wochen am See – mit gelegentlicher Heimkehr – glatt denken und auch trinken, wissend, daß in ein paar Tagen mich Onkel Doktor und Tante Heilemach zwingen werden, den Scheiß wieder sein zu lassen.
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Lena Schütte gewinnt den Bachmann-Preis. Thema, wie der Suff so manches zertrümmert. Manchmal alles. Trinken ohne Kollateralschäden? Nicht so leicht. Gelle. Update: es war das andere Buch. Vom anderen Gewichten, die man mit sich rumträgt.
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Dann ging ich vor die Tür, setzte mich auf eine der Bierbänke, die Strassenbahnen rollten an meinen nackten Zehenspitzen vorbei, die quirlig multikulturelle Brüchigkeit um mich herum, die mir in Gießen auf den Sack geht, mich im Frankfurter Bahnhofsviertel schon immer faszinierte, klar, mal Anwohner, dann nur Gast, waberte und pulsierte an mir vorbei, vierzig Grad im Schatten, wir schwitzen wie die Ratten, der Mundharmonikaspieler kommt raus, bettelt mich dann doch an, mir gebbet nix, ich hatte wirklich nur größeres Geld im Beutel, ein Junkiedame auf Krücken bettelte mich kurz zuvor an, ich gab ihr alles, was ich an Kleingeld über hatte, sie blaffte mich an, ei, viel iss des nich, nimm es, Madame, das Kupfer ließ sie liegen, ein Jungtrinker von der Nebenbierbank brachte mir später die SIEBEN PFENNIGE, gehört das Ihnen, die Welt ist heute gut zu mir. Oder ist es mal wieder nur das Schweinchen Alkohol?
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Ich kritzelte Notizen, die meisten kann ich auch heute noch unfallfrei entziffern, Verwahrlosung in kleinen Dosen also und entdecke noch einen Reim, den ich in KN-Staad, mit Blick auf die dort festliegenden Segelboote, geschrieben hatte. Ein freundlicher Wind blies von Meersburg herüber, die Halteseile schlugen rhythmisch gegen die Masten der Segelboote, eines meiner Lieblingsgeräusche am See, an der Förde, an den Wassern der Erinnerung, gerne auch unterlegt vom Geschrei der Möwen. Geschrieben am Tag vor oder nach der Bestattung da unten:
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Gereffte Segel
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Der Wind zählt vor
Nicht immer auf die EINS
Was das Segel hält
Hält weiter vor und schlägt gegen den Mast
Klicke di klicke di klack
Heilandzack
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Boote menschenfrei
In der Warteschleife
Manche werden ungesegelt liegen bleiben werden
Der Föhn stürzt sich auf den See hinab
Gravitationsbesoffen
Fürchte dich nicht
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Ich schnipse mich ein
Klicke di klicke di klack
Und dann mein Heilandzack
Ist der Schnitter
Schlagzeuger oder Bassist
Egal … Er ist.
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(konschtanz / anfang juni 2026)
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Dieses war der zweite Teil und morgen folgt der dritte dann. Als letztlicher.
Tirili Tirila, haaß des Hirn oder Neulich im Moseleck / Teil 1
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Morgen, ach morgen, das wird ein heißer Tag. Wann Sie nicht mit der Bahn mögen wollen fahren, bekommen Sie ihr Geld zurück. Morgen! Überhaupt. Die Allgemeinheit bleibt verunsichert.
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Ich stehe am Schalter. Ich tät halt gern drei Stunden früher losfahren. Geht das? Schon. Erst altes Ticket Storno. Kriegen Sie das Geld zurück. Dann neues Ticket kaufen. Huch! Und warum kostet das dann doppelt soviel? Tirili Tirila! Dann laß ich das doch lieber mal. Gelle.
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In der Nacht zuvor habe ich mal meinen CO2 – Fußabdruck drei Nummern hochgepustet. Klimaanlage im Hotelzimmer. Dig it und Jaaawollll! Man muß sich der allgemeinen „Welt leck mich doch am Arsch – Haltung“ auch mal anpassen. Wir sind ein Volk und gewinnen oder verlieren, nicht immer, aber scho au – gelle Reiszweckenmännle – nur zusammen. Und da ich auch nicht dreimal im Jahr in den Urlaub fliege oder ständig auf dem Highway den Tankrabatt abfackele, geht das sogar ohne schlechtes Gewissen. So eile ich also gut ausgeruht zum in modernste Verkehrsberuhigung eingebetteten HbF KN. Züge? Isch grad blöd! Fahren eher gar keine. Außer Richtung Schweiz. Wer hat’s erfunden? Die Lautsprecher schweigen durchsagenfrei. Die Anzeigetafeln klicken Ausfall nach Ausfall und: INFORMIEREN SIE SICH HALT IM INTERNET. Mein Mittelfinger eregiert. Als Ortskundiger hüpfe ich in einen Bus, der mich zu einem Vorortbahnhof fährt. Dort wartet die Bimmelbahn. Von Schweizern betrieben. Gut klimatisiert. Wer hat’s erfunden? Merci vielmol!
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Umsteigen! Eine ICE nach Stuttgart 31. Gut belüftet. Vernetzt. Laptop an. Die Bahn hatte mich versucht zu erreichen, indem sie mich nicht erreichte. Wir müssen da die Rheinbrücke reparieren, oder so. Züge? Isch grad was blöd! Ihren Zug gibt es gar nicht mehr. Ich habe so ein notebook Baujahr Michael Ballack. Rustikal halt. Rumpel die Pumpel und Steckdose. Ohne Wischiwaschiteil bist du halt gearscht. Wer wiederum hat dies nun erfunden? Drissejal!
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Im Speisewaggon nach FFm einen RA kennengelernt, alter und enger Freund zweier ehemaliger Intendanten von mir, Köln, Tübingen, davon bald mehr. Es gibt Zu(g)fälle, die es so nicht gibt. Frankfurt. Eine meiner liebsten ehemaligen Dramaturginnen ruft mich an. Gundermann? Frankfurt. Hier trommeln die prophezeiten VIERZIG GRAD auf die Stadt nieder. Richtung Gießen brannte wohl ein Stellwerk. Die Bahnsteige quellen über. Tirili Tirila. Krankenwägen. Tatü tata. Alte Menschen fallen um. Oder doch nur Saufköppe? Ob und wie oder überhaupt. Fährt da was? Was macht Nix? Es schweigen die Lautsprecher und die Bediensteten bereiten sich auf den nächsten Streik vor. Böse Welt. Ich kaufe mir ein Zimmerchen in einem mir wohlbekannten Hotel in der Bahnhofgegend, cheapness, und setze mich ins Moseleck und dünste einen Reim aus:
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Sonnige Zeiten bereitenund Freiheit ausschalten
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Der Planet der gelbe nicht mehr ganz derselbe
Wie vor Jahr’n vergiß dies nicht
Er sticht und sticht und sticht die Menschlein fallen