Ich wiederhole mich ungern. Was soll nach einer Premiere schon noch groß kommen? Die Zweite mit der man dann besser sieht? May be! Mantren akzeptiere ich eh lieber in eher spirituellen Zusammenhängen. Sonst: Na ja! Andererseits ist auch mir der Zwang oder der Trieb zur Wiederholung, vermehrt im fortschreitenden Alter austretend … Danke lieber Sigi Freud für den Verschreiber! … also auftretend im forttaumelnden Altwerden, als eine seltsame Mischung von prädementer Sentimentalität und postjuveniler Vitarechtfertigungsmanie, nicht gänzlich fremd.
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(Vielleicht dient tägliches Wiederkäuen ja der Verdauung älterer Steine in den mentalen Mägen. Oder das Wiederholen ist trauriges Zurückholenwollen. Was halt it kloppt bzw klappt. Oder it? Herzlichst: Der Säzzer. Very pleased too today!)
Unlängst gegenüber unserer Ferienwohnung ein entkernter Austin Morris stand
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Geschichte
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Ein rückwärts geschriebener Buchstabe Die Hand am Kopf vorbeigeführt Und die Zeit Um die man morgens aufsteht Rostige Sonne Geschmolzenes Glas Stilleben Der Luftzug schließt meine Tür Und die Träume haben mich aufgeweckt
„Keiner komme ohne Geschichte aus, sagte Xia, selbst der größte Gauner müsse sich noch eine Geschichte spinnen, in der er zum Helden wurde, um seinen eigenen Anblick zu ertragen.“ (aus: Ingo Schulze: Das Wasser im August)
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„Man kann es so oder so machen. Ich bin für so.“ (Gerhard Schröder)
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„Man muß nicht alles gut finden, aber wollen wir einander nur noch bescheinigen, daß wir Idioten sind?“ (Volker Bouffier)
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„Wir müssen wahrscheinlich dazulernen, daß die Menschen immer nicht dazulernen.“ (Wolf Biermann)
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„Do könn wir gar nüscht machen, gar nüscht! Do könn wir gar nüscht machen!“ (aus: Ingo Schulze: Neue Leben)
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„Bliev do, wo de bess,
Halt dich irjendwo fess
Un bliev su, wie de wohrs:
Jraaduss.“ (BAP)
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„Leben ist das, was passiert, während du andere Dinge im Kopf hast.“ (John Lennon)
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„Keep on keepin‘ on.“ (Bob Dylan)
(Übertragung: „Und wie?“ „Ei! Als weidder!“)
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„es ist als ob ich wiederkommen sollte / und etwas auch als wollt es mich vertreiben / es ist als ob noch keine zeit vergangen wäre“
(aus: Wolfgang Hilbig: fragwürdige rückkehr (altes kesselhaus))
Vom Fahrrad aus staunend betrachtet auf dem Weg nach HoyWoy / Juli 2019
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Von den unregierbaren Träumern
Oder
Die Mär vom „Souverän“
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Schachmatt Tankrabatt
Ranzen voll und nimmersatt
Am Tellerrande Stacheldraht
Der Untergang er naht er naht
Ich bin reich und hab kein Geld
Die Klage steigt zum Himmelszelt
Alles Nutten außer M…
Mein Leben Drama einzig Drama
Klein mein Herz doch rein rein rein
Veränderung war niemals mein
Ein jeder soll vor seiner Tür
Doch meine klemmt und ab dafür
Mein Schlüssel dreht sich um im Schloß
Mein Motor brummt was wollt ihr bloß
Freie Fahrt ich bin so froh
wird immer sein war immer so
Gelle schnelle trulala
Oktoberfest und rumstrara
Wunschpunsch Wunschkonzert
Wünsche Träume Punsch Punsch Punsch
Ansonsten zieh ich einen Flunsch
Verweiger mich stets aller Härt‘
Drück Glück Gaspedal
Der Rest der ist mir sch…
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(unlängst im September 2026)
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Damals, 1974, ein Jahr vor dem Abitur sollten wir darüber nachdenken, was unsere Zukunft eher beschreiben könnte: Orwells „1984“ oder Huxleys „Brave new world“. Ich als (selbst)gerechter Linkling plädierte selbstredend für Orwell. Feinde überall und man selber träumt von hehren Partisaneneinsätzen, selbstredend mit 13ten Monatsgehalt und Weihnachtsgeld. Einer meiner ältesten Freunde, immer noch, hielt Huxley die Stange. Allein die zum T – Remember Ford T- Model! – umfunktionierten Kreuze auf den Kirchen hatten ihn überzeugt. Desweiteren riet er uns, ab und an in die FAZ zu schauen, schon allein wegen des Wirtschaftsteils.
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Ante portas der immer noch für etliche – gewiß nicht für alle – recht seligen Insel Germanien – „1984“ gibt es gewiß in allen 4 Himmelsrichtungen, aber drinnen, hier in Ost und (!!!!!) West, denk ich an den Tankrabatt und ähnliche sinnentleerte Gießkannenaktionen, die eh nur die größten Häufen bewässern und nicht einen einzigen Wähler „entbläuen“, gebe ich meinem alten Freund recht. Schon länger! Aldous was right!
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Lese zudem häuptsächlich nur noch oben genannte Zeitung. In Papierform. Noch vor kurzem drängelte sich alles in der Mitte, jetzt ist hier Platz, Platz zum Nachdenken. Ein bisserl emotionsloser als an den Rändern.
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Zitiere zum Abschluß meinen so lang schon verstorbenen Vater: „Alles im Leben ist relativ! Eine Minute im Bett mit einer schönen Frau ist relativ kurz. Eine Minute mit dem nackten Arsch auf einer heißen Herdplatte ist relativ lang!“ Und die Rechnung reichen wir wieder weiter an die Nachgeborenen.
Eine Prise Dank am Morgen ist mir geworden Verpflichtung
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(Im Regionalexpress von KN nach Karlsruhe / 9. September diesen Jahres)
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Nachgeklapper:
„Ich könnte aus der Hose springen, wenn Leute ihre Neurosen an anderen Leuten abarbeiten, weil sie ihre drei Gefühlchen nicht sortiert bekommen. Nichts macht mich so wütend.“
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(Stefanie Stahl / Psychologin / im SPIEGEL unlängst)
Neil Young hatte nach „second song“ ein neues Video vernetzt. Schönes Erinnern wieder. An was und wen auch immer. Mit Gefööhl!! Aber nicht blind oder vom sich selbst beweinenden Auge benetzet, sondern eine Rücksicht inklusive Rücksichtsnahme, weil sie auf ein Kategorisieren verzichtet. Und den Zeigefinger. Lassen wir Milde walten.
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Fahre morgen mal wieder an der See. Werde dort mit ein paar alten Geistern rumgeistern, worauf ich mich freue, hoffe aber den Gespenstern aus dem Weg gehen zu dürfen. Das mentale Pfefferspray jedenfalls ist besorgt. Bedenken jedoch bleiben. Manche Karusselle haben irgendwann mal den Bremser erschossen. Blöd!
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Eben las ich, was der italienische Künstler Maurizio Cattelan in der hier oben zitierten Kolumne geantwortet hatte. Ähnlich angenehm wie NY’s Video. Klaue das mal in Teilen. Genehmigt ungenehmigt.
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„Hüte dich vor dir selbst.
Ich kam, ich sah, ich missverstand.
Wir sind alle limitierte Auflagen.
Wenn du lachst, bist du bereits Komplize.
Etwas fehlt? Lass es so.
Trau dem Sockel nicht.
Das Wunder ist, dass eigentlich nichts geschehen ist.
Das Ego stirbt nie. Es wechselt nur sein Outfit.
Ich glaube nur an zerbrochene Ikonen.
Alle beten. Niemand hört zu.
Hinterlasse keine Spur. Hinterlasse einen Riss.
Ich wollte nie Künstler sein. Ich wollte frei sein.“
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(alle Zitate Auszüge aus Maurizio Cattelans Werk „BEWARE OF YOURSELF“)
Es wird gestorben derzeit. In dichter Taktung. Unfreiwillig. Sehr oft aber auch freiwillig. Manche kokettieren damit öffentlich rum diesen Weg mal beschreiten zu wollen, andere schweigen und tun es einfach und sind dann einfach mal weg. Während Hape Kerkeling der nächste Bundespräsident werden soll. Verzeihung für das Wortgespiele. Die Hinweise auf die Abgänge sind oft Spurenelemente. „Möchte meine letzten Jahre als Einsiedler in Alaska verbringen.“ Las ich eben. Dies sagte der nun Verstorbene, vielleicht schon länger innerlich Tote. Nach jahrelanger Krankheit? Auch so eine gerne wiedergekäute Formulierung. Alte Gefährten aber müssen sich selbstredend äußern: „So früh. So früh!“ Darf man dann auch noch lesen! Wie lange kann man Lebenszeit raushandeln als saufender Depressiver? Als depressiver Säufer? Ich weiß, ich spekuliere an den Rändern rum. Jedoch statt dem Menschen seine Möglichkeit der endgültigen Weltflucht zu gestatten, gibt es unten rechts (sic!) das Kästchen mit den Telefonnummern. Sind Sie suizidgefährdet? Rufen Sie uns an. Vorschlag: Nennen wir es einfach: Lebbe tut weh! Ist extrem gefährlich und führt sehr oft zum Tod. Oder wie es ein mir einst bekannter Blogist punktgenau formulierte: „Vor dem 24 Stunden und sieben Tage währenden Lärm der Stadt gibt es keinen Schutz.“ Ach nee?
Keine Premierenfeier oder sonst wie notwendige Zusammenkunft inklusive Körperschütteln ohne dieses Lied. Einst. Köln. Schauspielschule. Erste Engagements. Shivering with anti …. zipation. Heten, Frauen, Schwule und die anderen 27 Sexes versuchten sich in Tim Curry-Interpretationen. Stell Dir einen roten Teppich vor! Augenbraue hochziehen, manchmal Jaggers Hasenpfote in der Hose, erinnere mich sogar an ein Kölschglas an dieser Stelle, Buben durften Highheels antesten, die schwachen Bänder und Sehnen mißachtend. Es war ein Heiden(sic!)spaß. Seltsam unschuldig und sehr heiter. Urteilen wir morgen. Oder wenn das Buch in Gänze gelesen!
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Denke auch im Rückblick auf diesen fürchterlichen, hoffentlich bald enden mögenden, Sommer 2026, da ich im Gegensatz zu Frau Cpunkt Wahl das Schwimmen nicht als Möglichkeit von Erkenntnisgewinn in Betracht ziehen kann und mag, obwohl oder halt deswegen, da ich an einem See aufwuchs, vielleicht hätte ich auch in den Flüßen, Bächen und Tümpeln meiner jungen Jahre, in all meinen Lebensgewässern also, mehr Hungersteine hinterlassen sollen. Müssen gar? Wenn sich die Lebenswasser zurückziehen und so einiges trockenfällt, bleibt man gemahnt.Warte nicht auf bess’re Zeiten! Hätte man sich so sorgfältiger auf die unvermeidlichen anstehenden Brühe – sprich: Identitätsbruch – (Hallo! Lassen Sie diesen Vertipper – Brühe statt Brüche – bitte stehen. Selten gelang Ihnen in den letzten Tagen Sinnigeres. Gelle und so: Der Säzzer!) … also sich auf die unvermeidlich anstehenden Brüche einstimmen sollen? Zurück nach Gießen! Warte nicht auf bess’re Zeiten?
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„Könnte man Gott sehen, wäre man um keinen Deut weiter. Der Mensch ist eindeutig jenes Ding, das nichts um einen Deut weiterbringt.“