Damals: Als die Grünen das erste Mal in den Landtag von B – W einzogen

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wie hoch lässt sich die schreibmaschine schmeißen.

ich lehne in einem türrahmen und sehe wenige blitze eines krieges über meine schwelle kriechen. in den betten verenden die funken.

der rauch, der aus den aschenbechern steigt ist meine neue sensibilität. ich schaue in kleinere spiegel.

ich reihe worte aneinander.

denn mir glaubt keiner, daß ein aufgeschwemmter bauch unten in der wüste wehtun kann und wie leicht ein bier die trauer aus den gesichtern wäscht.

mein herz kann ich nicht rausreissen und einen blutigen schrei der welt vor die füße schmeissen.

und nicht das klagelied von den produktionsbedingungen hecheln und tanzen nach ihrer pfeife tu ich doch.

wo steckt die pfeife?

welchen hals trete ich ein?

ich fühle den see an meine füße schlagen und ich sehe kein phosphat.

ich sehe qualm aus den kaminen steigen und freue mich wie der wind mit den giften spielt.

ich träume von cowboys die new york auf ratten durchreiten.

ich verkaufe meine ohnmacht als kampf.

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heute werfe ich worte in die luft.

heute fallen sie unter brechenden tönen auf den beton.

kein wind soll kommen und sie tragen.

einen beitrag zur luftverschmutzung leiste ich schon

wenn ich atme

und lustvoll gänseblümchen zertrete.

man wundert sich inzwischen über die

lustlosigkeit der jugend.

(konstanz / 18. april 1980)

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PS: Das ist ein Fundstück aus einer lange vergessenen Kiste voller alter Reime. Ein paar Wochen bevor ich das damals schrieb, am 16. März 1980, waren die Grünen mit 5,3 % in den Landtag von BW eingezogen. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, ob ich sie damals gewählt hatte. Möglich schon. Aber auch nicht. Ist nun also Kretschmann der Stifter der die Welt bewahrenden Hochzeit von Mercedes und Greta? Allein mir fehlt, wie damals auch, der Glaube! Toi Toi Toi Dir, good ol‘ BW!

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Lawrence Ferlinghetti wurde 101

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1979 verbrachte ich einige Zeit in den USA. Ein bisserl Schauspielschule in Winston – Salem NC. Mit Freund H. einen alten Toyota (Korrigiert! Siehe Kommentar!) von NY nach Oakland überführt, wieder zurück an die Ostküste getrampt. Big Sur. LA. Grand Canyon. Einen alten Ford Falcon („Easy does it“) gekauft und mit U. und H. nach New Orleans, weiter nach Mexiko gefahren. Im Sommer alleine von Winston – Salem nach San Francisco getrampt. Über Kansas, Rockies, Yellowstone, Wyoming, Montana, Kanada, Banff, Vancouver, Seattle, Bodega Bay. Haight Asbury. Julie hieß sie. Wurde nicht das, was ich mir erträumt hatte. War trotzdem schön. Mit ihr zum legendären City Lights Bookstore gepilgert. Sie kannte Ferlinghetti. Kurzes Hallo. „Und da saß einst Ti Jean. Hier Burroughs. Dort Greg Corso. Allan las noch letzte Woche hier.“ Meine literarischen Helden. Auf deren Spuren ich meinte zu reisen. Julie hatte mir einen Job in einem Cafe verschafft. Ich hätte länger bleiben können. Ich hatte Schiß. Zurück. Sierra Nevada. Ghost Towns. Reno. Utah. Arkansas. Memphis. Kentucky. NY. Dann wurde ich Schauspieler. In Köln.

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„I am waiting to get some intimations

of immortality

by recollecting my early childhood

and I am waiting

for the green mornings to come again   

youth’s dumb green fields come back again

and I am waiting

for some strains of unpremeditated art

to shake my typewriter

and I am waiting to write

the great indelible poem

and I am waiting

for the last long careless rapture

and I am perpetually waiting

for the fleeing lovers on the Grecian Urn   

to catch each other up at last

and embrace

and I am awaiting   

perpetually and forever

a renaissance of wonder“.

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(Aus Ferlinghetti: I’m waiting)

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EINHUNDERT UND EIN JAHR LEBEN.

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