Selbstzufriedenheit und Schlafenszeit

…..

…..

Lieber Donald! Lieber Gianni! DANKE für „das großartigste, großartigste, großartigste Fest, welches die gesamte Menschheit jemals erleben durfte.“ Gut gebrüllt, ihr Süßen! Hoffe Ihr wurdet auch gerecht dafür entlohnt. Aber: ENTSCHULDIGUNG, es ist Zeit für mich zu geh’n.

  1. Das Spiel heute, welches mich schon tät interessieren, läuft zu einer Zeit, wo der Bub schon „in der Falle“ liegt. „In der Falle.“ Was für ein schöner Ausdruck!
  2. Angesichts der Dinge, die für morgen rund um das Finale angekündigt sind, fahr ich lieber hoch in unsere Parzelle und red‘ mit dem Gemüs‘.
  3. Es gibt keine neuen Erkenntnisse mehr zu gewinnen. Wie es nach solchen Ereignissen eh keine neuen Erkenntnisse gibt. Die einen sagen so, die anderen sagen anders. Siehe unten. Vielleicht die Tendenz, daß nach den Siegen das öffentliche Meinen aka Toben, den genialen Spieler feiert, nach Niederlagen gerne den Dummbatz von Trainer basht. Oder gleich entlässt. Nichts Neues. Gesamtgesellschaftliche Normalität in den Zeiten dahinsiechender EIGENVERANTWORTUNG, dafür mehr und mehr aufblühender und sehr winterharter SELBSTGERECHTIGKEIT. Gut, daß es Trainer, Regisseure, Eltern, Politiker, Partner und zur Not Geschwister gibt. Gelle. Ein Schuldträger wird sich schon finden lassen im Gewimmel der eigenen enttäuschten Erwartungen. Jens! Mach mir ein Kind!
  4. Ab zur Tour de France. Heute ist da Ulle zu Gast! Bei dem hat es ja auch gedauert mit der Übernahme von Verantwortung. Aber immerhin noch vor der Rente!

*

„In Deutschland hat sich inzwischen die Trost- und Entschuldigungsformel von den großen nationalen Fußballtalenten etabliert, denen es nicht gelingen will, ‚ihr durchaus vorhandenes Potential abzurufen‘. Das frühe Ausscheiden der Nationalmannschaft beim Turnier dieses Sommers legt es dringend nahe, sie durch den nüchternen Begriff von nicht eingetretenen Individual-Entwicklungen zu ersetzen. (…) Sollte eine über den Sport hinausgehende typische Schwierigkeit deutscher Erwachsener im dritten Lebensjahrzeit (Nicht nur die!!! siehe oben. Der SÄZZER) existieren, denen die Sorglosigkeit, das ‚Selbstbewusstsein‘,  wie man früher gesagt hätte, bei der Übernahme von individueller Verantwortung innerhalb gemeinschaftlicher Aufgaben fehlt? (…) Ob Jürgen Klopp das keinesfalls auf den Sport begrenzte Problem der Einstellung zum Handeln für den Fußball mit einem zunächst entmutigtem Kader lösen kann, steht in den über Deutschland nur selten hell leuchtenden Sternen.“

*

(Prof. Hans Ulrich Gumbrecht (Literaturwissenschaftler) in der FAZ vom 16. Juley 2026)

*

„Die Qualität der Trainer bestimmt die Qualität des Sports, das ist eine weitere Erkenntnis dieser WM, die einen alten Grundsatz bestätigt.“

*

(Philipp Lahm heute in der FAZ)

…..