Zwesche Finsterbredd un Stenz / Teil 13

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Grüßender Mann / Dorf- und Narrenbrunnen / Dingelsdorf bei KN / Juni 2026

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Fuß ist Hand und Hand ist Fuß oder Neulich in Winston-Salem / Teil 4

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Klingel einfach bei mir, wenn Du in Frisco bist, drückte mir ein Zettelchen mit einer Telefonnummer in die Hand. And have a nice summer. Um nochmal auf Julie zurückzukommen. Ulrick war wieder am Bodensee, Semesterferien, der Dritte im Bunde, mußte in NY seine noch in KN frisch Anverliebte – Überraschung! Papi hat mir einen Flug bezahlt! – wir hatten vor der Abreise dringendst gewarnt noch so ein Fässle aufzumachen, also mußte er, holte sie ab und easy does it hatte Winston-Salem verlassen. Ich war allein mit meinem Zettel und der Telefonnummer. Ein paar Tage später hielt ich den Daumen in den Wind. Indiana. Kansas City. Grand Teton. Great Falls. Calgary. Banff. Vancouver Island. Olympia Mountains. Oregon coast. Frisco. Ich stand in einer Telefonzelle zwischen Haight Asbury und Castro Street. Hey, there you are. Finally. Julie is not there. But you’re welcome. Sechs aufgedrehte Village People baten mich herein. Ein paar Bierbüchsen. Nachts lag ich auf dem Sofa und vor meiner Nase zwei Kerzen. Die eine brannte und die andere ragte zwischen nackten Oberschenkel vor meinen betrunkenen Augen. Sorry guy. I didn’t mean to hurt you. Das Frühstück am nächsten Morgen war ein Spottgesang auf die kleine verschreckte Hete aus good old Germany. Julie joggte derweil im Golden Gate Park. Die kleine germanische Hete kannte sowas damals nur als Dauerlauf. Ich zog um. Frederick Street. If i remenber well. Julies Mitbewohner war ein Psycho. Sie war fast nie da. Mußte joggen und in einer Kneipe arbeiten. Schauspielerlos. Man bot mir einen Job in der Kneipe an. Deutsche Hippietouris bedienen und belabern. Einmal lagen wir, uns hoffnungslos umkreisend, auf der Matratze. Vielleicht doch bleiben? Ich schrieb ihr ein Gedicht. English. Und hielt den Daumen wieder in den Wind. Richtung Winston-Salem. NC.

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Den Schlüssel in der Hand halten? Den Schlüssel am Gürtel baumeln lassen. Den Schlüssel? Forget it. Unzählige. Dick und fett und wenn sie beim Gehen aneinaderpappeln, ist das Musik. Ulrick hatte eine Freundescombo. Theatertechniker. So called Teckies. Überall, all die Jahre, wo auch immer am Theater, meine Stütze und Beruhigungstee. Sie nannten sich the bimbos – believe it or believe it not – und brachen oft schon früh am morgen, also damals so gegen mittag, in unsere Hütte ein, in ihrer Funktion als unsere offiziellen Weedversorger, lange brennende Stengel in den auf jeden klingenden Gegenstand trommelnden Händen. Oder die kleinen glühenden Reste zwischen den roachclip geklemmt. Hey you guys. Move your ass. What’s up? Und der dickste Schlüsselbund war ein Statussymbol. Ein Theater hat viele Räume. Und nicht jeder hat zu allen Zugang. Look at my keys. H und ich lebten zu der Zeit in KN in einem Haus, das vielleicht zwei / dreihundert Jahre alt war. Als es vor Ort eher noch Blockhütten oder Zelte gab. Und Schlangen. Wie der Kapitän der deutschen Balltreter eben erstaunt feststellte. Und wenn wir triumphierend unsere guten alten Steckschlüssel in die verrauchte Luft hielten? Hey boys? Do you life in a castle? Die Antwort, mein Freund, kannten die heiß schwülen Winde vor der Haustür auch nicht. Und die wirren Wirbel hinter meiner Nachdenkstirn schon gar nicht. Da hüpfte keine Gazelle. Da lag wohl nur ein Hängehirnschwein.

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Corpus Christi liegt nicht nur in Jerusalem, aber auch in Texas. Nach dem Semesterende und bevor wir drei uns in alle Himmelsrichtungen aufsplitteten, bestiegen wir easy does it und fuhren los. Mitternacht. Der heiße Nebel über Winston-Salem wuchs sich in Georgia, da galt es einige Sümpfe zu durchfahren, zu einer blickdichten, feuchten Wand aus. Mehr als fifteen miles per hour waren nicht drin. Ich durfte nicht fahren, saß brav auf dem Beifahrersitz. Nachts. Ulrick: lugi, du musch mit mir schwätze. Schwätz mit mir. Lenkradwechsel. H, ein bisserl Clintle Ostholz, Blicke. Aufforderung. Zigarette drehen. Mal mit, mal ohne Weed. Heroes don’t talk. They move on. Manchmal hielten wir an. Ein / zwei Stunden Schlaf. Ulrick lag oben auf dem Dach des Stationwaggons. Snakes. You guess. Easy does it hatte eine Schwachstelle. Der Auspuff. Es röhrte und rasselte. Und alle paar hundert miles fiel er ab. Wir fanden schnell heraus, daß eine mit dem opinel aufgeschlitze Bierbüchse, um den maroden Dingens mit was Draht gewickelt, die nächsten paar hundred miles garantierte. Vor oder hinter Corpus Christi, mitternachts, lagen wir, Feuerzeug – Schwachmaten! – unter unserem treuen easy does it und in der Ferne, die relativ nah, heulten die Kojoten. Wir waren auf dem Weg nach Mexiko. Don’t fear the reaper!

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Der Welt den Rücken zu kehren, heißt nicht zu erblinden. Ob es sich allein oder in Gesellschaft besser reist, beurteilen eh meist die Stubenhocker und Gescheitle. Und dann waren wir in Tampico. Mit Franz Beckenbauer.

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(soon to be continued)

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