„Wir sind das Volk!“ (zu Leipzig und anderswo im Herbst 1989 skandiert)

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Vom Fahrrad aus staunend betrachtet auf dem Weg nach HoyWoy / Juli 2019

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Von den unregierbaren Träumern

Oder

Die Mär vom „Souverän“

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Schachmatt Tankrabatt

Ranzen voll und nimmersatt

Am Tellerrande Stacheldraht

Der Untergang er naht er naht

Ich bin reich und hab kein Geld

Die Klage steigt zum Himmelszelt

Alles Nutten aus M…

Mein Leben Drama einzig Drama

Klein mein Herz doch rein rein rein

Veränderung war niemals mein

Ein jeder soll vor seiner Tür

Doch meine klemmt und ab dafür

Mein Schlüssel dreht sich um im Schloß

Mein Motor brummt was wollt ihr bloß

Freie Fahrt ich bin so froh

wird immer sein war immer so

Gelle schnelle trulala

Oktoberfest und rumstrara

Wunschpunsch Wunschkonzert

Wünsche Träume Punsch Punsch Punsch

Ansonsten zieh ich einen Flunsch

Verweiger mich stets aller Härt‘

Drück Glück Gaspedal

Der Rest der ist mir sch…

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(unlängst im September 2026)

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Damals, 1974, ein Jahr vor dem Abitur sollten wir darüber nachdenken, was unsere Zukunft eher beschreiben könnte: Orwells „1984“ oder Huxleys „Brave new world“. Ich als (selbst)gerechter Linkling plädierte selbstredend für Orwell. Feinde überall und man selber träumt von hehren Partisaneneinsätzen, selbstredend mit 13ten Monatsgehalt und Weihnachtsgeld. Einer meiner ältesten Freunde, immer noch, hielt Huxley die Stange. Allein die zum T  – Remember Ford T- Model! –  umfunktionierten Kreuze auf den Kirchen hatten ihn überzeugt. Desweiteren riet er uns, ab und an in die FAZ zu schauen, schon allein wegen des Wirtschaftsteils.

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Ante portas der immer noch für etliche – gewiß nicht für alle – recht seligen Insel Germanien – „1984“ gibt es gewiß in allen 4 Himmelsrichtungen, aber drinnen, hier in Ost und (!!!!!) West, denk ich an den Tankrabatt und ähnliche sinnentleerte Gießkannenaktionen, die eh nur die größten Häufen bewässern und nicht einen einzigen Wähler „entbläuen“, gebe ich meinem alten Freund recht. Schon länger! Aldous was right!

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Lese zudem häuptsächlich nur noch oben genannte Zeitung. In Papierform. Noch vor kurzem drängelte sich alles in der Mitte, jetzt ist hier Platz, Platz zum Nachdenken. Ein bisserl emotionsloser als an den Rändern.

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Zitiere zum Abschluß meinen so lang schon verstorbenen Vater: „Alles im Leben ist relativ! Eine Minute im Bett mit einer schönen Frau ist relativ kurz. Eine Minute mit dem nackten Arsch auf einer heißen Herdplatte ist relativ lang!“ Und die Rechnung reichen wir wieder weiter an die Nachgeborenen.

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Zwesche Finsterbredd un Stenz / Teil 27

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Burghof Wallhausen bei Konschtanz / Abräumtisch Speisen / 6. 9. neulich

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Jailbreak oder wenn die Neugier stirbt

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In jenen Tagen als ich nächtens plante noch

Mich an zerfetzten aneinandergeknoteten Bettlakenstreifen

An den Mauern meines selbst errichteten Gefängnisses abzuseilen

In ungeahnt zu laut beklatschter Freiheit romantisch baumelnd

Bauchnabelpuhler und Theoretiker eines Lebenslaufes ohne Ziellinie

Da schienen mir die Sterne heller bis ich bemerkte

Es funkeln sich nur vorlaut knisternde Kürzschlüsse hinter der Iris zur Blüte

Tanzende Synapsen im Rausch

Steppende Teddybären auf der Flucht aus dem Kinderzimmer

Dann biss mich der Schwarze Hund in meine Wade

Dann suchte ich eine Heimstatt auf dem Sofa

Und blieb in langen Gesprächen mit meinen Wärtern

Insasse meines Selbst

Lebenslänglich

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Heute Nacht

Ich erwacht‘

Nach was gesehnt

Tür angelehnt

Lufthauch doch

Neugier

Noch

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(Im Regionalexpress von KN nach Karlsruhe / 9. September diesen Jahres)

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Nachträgliches Vorwort:

„Es ist elend schwer zu lügen, wenn man die Wahrheit nicht kennt.“

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(Peter Esterhazy, Harmonia Celestis)

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Dies Zitat zitiert aus: Ingo Schulze: Das Wasser im August. Seite 9

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Zwesche Finsterbredd un Stenz / Teil 26

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Burghof Wallhausen bei Konschtanz / Abräumtisch Getränke / 6. 9. neulich

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Vom Verlust oder Des glaub i doch it

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Aus dem müde beschlagenen Zugfenster

Blicke ich auf erschöpfte Landschaften

Der lang herbeigesehnte Regen fällt vorbei

An den zermürbten Bäumen

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Spatzen tanzten gestern auf meinem Tisch

Pickten die liegengelassenen Pommes klein

Und über dem See leuchtete ein Wetter mir

Zum Abschied scheint Gott ferner denn je

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Jedoch noch wachsen mir die Haare

Aus den Ohren aus der Nase

Und wenn ich mir das Haupt nicht wundschlage an tiefhängenden Wolken

Bleibt Hoffnung noch in kleinen Dosen

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„Und wenn man ein’ Nagel in den Himmel schlagen wollt’,

man brächt’ es nicht fertig, nur weil die Leut’ die Köpf’ zusammenstecken.“

Höre ich auch, wenn etwas geht?

Auf dem Feld? Oder im Wirtshaus? Woizeggle?

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So kreuze ich die Hände vor der Brust

Verneige mich vor den restlichen Tagen

Auch wenn sie noch so finster vielleicht

Eine Prise Dank am Morgen ist mir geworden Verpflichtung

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(Im Regionalexpress von KN nach Karlsruhe / 9. September diesen Jahres)

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Nachgeklapper:

„Ich könnte aus der Hose springen, wenn Leute ihre Neurosen an anderen Leuten abarbeiten, weil sie ihre drei Gefühlchen nicht sortiert bekommen. Nichts macht mich so wütend.“

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(Stefanie Stahl / Psychologin / im SPIEGEL unlängst)

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