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An den Rändern lauern die Erfahrungen.
Texte. Vergessen, wiedergefunden, wiedergekäut. Neues aber auch. Autor: Christian Lugerth
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Heimatkunde ist halt stets auch Heimatwunde. Oder eher andersrum? Aus der Heimatwunde erwächst selten eine Heimatkunde, sondern etwa so etwas wie Heimatmief? Oder doch nicht. Fragen wir den Arzt, den alten Deutschlehrer oder, falls es ihn noch gibt oder je gab, den Pfarrer, der Dich konfirmiert hat.
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Gestern fuhr ich, das Seniorenticket sei gepriesen, vor die Tore Gießens um bei den Schwiegereltern eine Gemüsetüte abzuliefern. Seit zwei, drei Wochen ist unsere Parzelle der Oberbefehlshaber meines Alltags. Pflegen, gießen, ernten, einlagern, Speisepläne erstellen. Dieses Jahr wächst und gedeiht viel. Da oben. Eine Art beruhigender Gegenentwurf zu den üblichen Hysterien überall. Da muß man teilen. Als der Bus das Ortsschild meines Zieles passiert hatte las ich auf einem Schild rechter Hand: „Kirmes vor Ort. 18. bis 21. Juli.“ Ich erinnerte mich. Man hatte mir davon erzählt. Heute also Montag, also der Frühschoppen und eigentliche Höhepunkt der Kirmes und das Restetrinken. Da will ich hin.
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Blasmusik war mir nie ein ideologisches No-Go. Ganz im Gegenteil. Ebenso wie Schrammelmusik oder bayrische Hackbretter. Ein alter Freund von mir studierte eine Zeitlang in München und auf den nächtlichen Fahrten dorthin hörten wir begeistert stoned, was wir damals den „Alpenblues“ nannten. Wahrscheinlich schaue ich deshalb morgens vor dem Frühstück so gerne Panoramabilder auf Bayern 3. Als ich einst in Tübingen engagiert war, bereisten wir Mimen im Herbst die schwäbischen Dörfer mit all ihren Feschtle und grölten zu Sierra Madre im Zelt von manchen Bieren wunderbar geborgen. (Verzeihung, Herr Bonhoeffer!) Ein Kollege aus Unterfranken, ehemals Soldat und sehr guter Schütze, schoß den Damen des Ensembles eine Plastikrose nach der anderen bis uns die Dorfjugend vom Acker jagte. Am Montag standen wir wieder auf der Probebühne als linke Weltenretter. Frühkindliche Prägungen halt. Mein Vater hatte etliche dieser damals allgegenwärtigen Fontana-Platten. Eine davon: „Deutsche und internationale Märsche“. Ich erinnere mich noch, wie ich als Bub auf dem Teppich vor der Musiktruhe (was ein wunderbares Wort!) lag und unbelastet zum Badenweiler-Marsch mitwippte. Oder gar dirigierte? Die Gnade der späten Geburt? Und trotzdem nicht im Herzen verdorben ward.
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Also betrat ich das Bierzelt. 11Uhr30. Am Tresen bestellte ich bei einer komplett tätowierten, gepiercten und gut gelaunten Punkfrau gleich zwei Bier. Zu meiner Entschuldigung dies: für einen in Süddeutschland aufgewachsenen sind Biere in Nullzwei Größe und das auch noch in einem Bierzelt ein Sakrileg. Dat darf man nur in Kölle. Ich setze mich also beidhändig bestückt an eine der Bierbänke, die Blasmusik spielte einen Marsch und die junge Frau hinter dem Tresen tanzte dazu vor sich hin. Wenn dies Heimatmief ist, so roch er nach Ambrosia. An der einen Nebenbierbank saßen die Altburschen „Frohsinn“ und stachen ihr zweites 10 Literfass an. Eine Bierbankreihe weiter erklärte ein Jungspund, vielleicht 16 oder ähnlich, seinen Kumpels wie man Appelwoi exxen kann. Zäpfchen nach hinten und nicht atmen. Sogar die Mädels machten mit. Denn so buchstabiert sich Fortschritt: da saß eine Burschen- und Mädchenschaft. Das Zelt füllte sich, die Blasmusik rockte und ich fühlte mich einfach nur wohl. Unter Menschen statt Labertassen. Betrachten statt altvorderer Analyse. Doch dann brach die Hölle los. Ein brachiales Gewitter donnerte auf das Zelt nieder, man verstand sein eigenes Wort nicht mehr, die Band mußte die Stecker ziehen und da das Bierzelt auf leicht abfälligem Terrain stand rauschte eine kleine Flutwelle unter den Bierbänken hindurch. Die kräftigsten Jungburschen, ich glaube sie hießen „Immergrün“, versuchten, man kennt das vom Camping, mit Besenstielen, Bierbänken und Leitern die bedrohlichen Wasserdellen von Zeltdach zu entfernen. Das Publikum blieb gelassen, schaute sich das Spektakel an, die Bedienungen trugen ihre Zehnerträger nassen Fußes an die Tische und draußen drehte sich das leere Kinderkarussel gelassen durch den Sturm. Die Losverkäuferin betrachtete die finsteren Wolken und die Pommes wurden kalt und lapprig. Ich holte mir noch einen Zweierset Bier und als der Regen nachließ, brach ich auf um nachzuschauen ob unsere kleinen roten Freunde aka die Tomaten auf dem Feld das Unwetter überlebt haben. Sie hatten. Jippie!
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Conclusio? Keine. Jedoch tut es gut gelegentlich den Menschen zu begegnen, die einfach mehr sind als wir Klugscheißer. Zuhause dann fand ich Post, die mir mitteilte, daß meine Rente ab sofort um 20 Euro im Monat ansteigt, quasi explodiert. Da hätte ich mir auf der Kirmes doch noch ein nonveganes Steakbrötchen leisten können. Menno! Aber besser so! Nächste Woche muß ich die Steuer machen. Man weiß ja nie. Und Sascha Bendiks – siehe Heimatmief – spielte letzten Samstag in Lollar auf. Groß.
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Ritter Runkel von Rübenstein einst erlaubte sich diese Bemerkung mal: „Ein Ritter kämpfe nur mit Drachen, das Schreiben sollen andre machen!“
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Heimatkunde ist halt stets auch Heimatwunde. Der Leithengst aller linken Bescheidler namens Teddi vom Wiesengrund setzte einem seiner früh und später viele Spätkonsumenten prägenden Werk das gerne wiedergekäute Zitat vom falschen Leben im richtigen Leben oder umgekehrt als scheinbar donnernden Vorgedanken auf die ersten Seiten. Wurst oder Jacke wie Hose waren mir immer diese wiederzukäuenden Weisheiten und in meiner Jackentasche fand sich nie eine mich ewig begleitende Ausgabe zur auch noch ewig gültigen Gedankenanregung. Eher eine Packung Camel ohne Filter. Man stirbt schneller als man denkt auf der Matratze namens Vergangenheit. Karl Lagerfeld sagte mal: „Ich möchte auch nicht gesehen werden, wenn ich tot bin, find ich furchtbar. Tuch drüber und weg. In den Mülleimer. Aus. Vorbei.“
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Ich habe eben eine sehr angenehme Woche in meinen Vergangenheiten verbracht. Konschtanz. Mutter wurde neunzig Jahre alt. Und fuhr drei Tage nach den Feierlichkeiten mit ihrem Freund, fünfzehn Jahre jünger als sie, mit dem Bulli nach Norwegen. Drei Wochen lang trauen sie sich das zu. Gut. Meine Frau ist fünfzehn Jahre jünger als ich. Sind das jetzt Prägungen? Oder einfach nur einer dieser Zufälle, welche man Leben nennen mag.
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Heute lief ein Mensch mit beschrifteten T-Shirt vor mir her. Was ich eigentlich nicht wirklich mag. Da stand: „Ich sammle Fehler. Andere nennen das ein Leben!“ Sehr schön. Der Mann schwankte ein wenig.
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Dann noch zwei Tage Feierlichkeiten am See dazu. Fünfzig Jahre Abitur. Gute siebzig Prozent der ehemaligen Absolventen anwesend. Der Tod hat nur zweimal zugeschlagen in der Gruppe und zweimal noch an den Rändern. Selten so viele lachende Gesichter um mich herum. Keine Penislängenvergleiche. Kaum Aufplustern. Eine seltsame Gelassenheit im Blick zurück. Glück gehabt. Wobei: in Baden-Württemberg wohnen nicht die Hungerleider. Deshalb wohne ich nicht mehr dort.
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Mit meiner Frau auch noch Geburtstag gefeiert auf dem Säntis. Wir könnten dann von ganz oben auf das alles was war blicken. Hatte ich auf die Geschenkkarte geschrieben. War nicht nötig. Wir haben Herisauer Geschnetzeltes gegessen. War nicht ganz billig. Besser so. Wenn die Kasse leer ist, ist es wohl besser keinen Geiz zu zeigen. Auch sonst nicht nötig.
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Ich hatte anderen Tags, wie immer, vorgeschlagen eine Kleinigkeit und viel Flüssigkeit im Costa del Sol in Konschtanz zu uns zu nehmen. Tja. Die alte Hütte nur noch eine Ruine der Erinnerung. Da war dann ein wirklich wesentlicher Teil Vergangenheit von mir unbemerkt den Acheron heruntergerauscht. Adios. Sammeln wir weiter Fehler ohne Besserwisserei.
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Mal schaun ob aus dieser Kategorie was wird. Melankomisch. Moralfrei.
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Ritter Runkel von Rübenstein einst erlaubte sich diese Bemerkung mal: „Selbst auf der längsten Leiter kommt man schließlich nicht mehr weiter!“
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Lob der Vernachlässigungen
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Und ich hatte doch noch was auch immer
Ich wollte aber
Morgens die unaufgeräumte Küche Mahnung an den Abend davor
Und was war es eigentlich was ich wollte
Die Versprechen die goldnen wo sich verirrt
Warum die Ampel heut‘ rot
Und dann dreht man sich um
Schon wieder jemand in Not
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Was war’s was gegolten
Als wir noch konnten vertraun
Was war’s was gegolten
Statt johlend sich zu verhaun
Was war silbern statt golden
Wir erinnern uns nicht
Es stolpern die Reime
Über mein letztes Gedicht
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Was immer wir wollten
Vergessen wir’s schnell
Heute war’s dunkel
Morgen wird’s wieder hell
Und der Mann auf dem Mond
der passt auf uns auf
Unsere Erde bleibt rund
Und läuft ihren Lauf
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Lasse ich die toten Pferde liegen und strenger riechen
In Ruhe als
Die eigenen Zeigefinger
Fuchtelbefreit
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Lob der Lethargie
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Wie ich beschloß ein schlechter Mensch zu werden
Der ich schon immer
War mit dem nackten Arsch gen Bestätigung
Da wo er mich lecken mag
Empor empor empört schon lange nicht
Mehr mehr sagte der kleine Häwelmann und ich mache mir
Die Welt wie sie vielleicht
In den alten Unterhosen und Almanachen nur noch gelbe Flecken
Pippi konnte Pferde in die Luft
Schlösser
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Als kleiner Junge träumte ich vom Dietrich
Der öffnende Öffner der verschlossenen Schlafzimmer
Töte den Vater schlaf mit der Mutter
Der Diederich die alten Geschichten wundersam befreie
Wie ich mein trauriges Glied von mir selbst
Jahre später verabschiedete sich eine Bildschirmtante
Nacht für Nacht
Alles wird gut
Grinste sie
Ach
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Jetzt liege ich auf der Matratze meiner letzten Sätze
Roch besser schon
Doch meine Frau verzeiht mir
Was ich mir niemals
Und die Jugend vermodert endlich sich
Müde so müde
Und führe mich nicht
Versuche mich
Chimären kostenbefreit und von der Erlösung
Singen die ewigen Konfirmanden
Und die Weltenretter tanzen in ihren Gummizellen
Den Klammerblues allein
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Lob der letzten Pandemie und jener die folgt
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Beim Betreten von Räumen links vor rechts und umgekehrt
Oder neues Recht so vielleicht der Strich in der Mitte der
Trennt Zimmer von Plätzen
Und Eile von Vorsicht
Getrennt einmarschieren und
Verlieren ist Menschenpflicht
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Die Einsamkeit schätzen zu lernen
Da man nichts zu sagen hatte denn
Ich und in allen unteren Hosen Streifen der Ängste
Leider bei etlichen sich braun oder braunrot verfärbend
Freie Kreuzungen und vor den Ampeln
Stehenbleiben maskiert verwirrt
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Weniger Maulgerüche verzichtend auf dieses Verspritzen
Der Urlaubserlebnisse und Aerosole
Notspaziergänge Durchhalteparolen
Wären nicht nötig gewesen
Die Behauptung gelebtes Leben sei
So wertvoll wie manischer Erinnerungsterror
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Meine alte Mutter mich beruhigend
Ach Junge die Katastrophen
Dein Teller stets voll war
Was sucht Dein falscher Hunger noch
Ein leerer Magen der schmerzt der
Cave vanitas schwindelt es oder ich
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Als der Regen endlich regnete
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Und als der Regen dann endlich regnete
Regnete er fest entschlossen pausenlos
Drang ein in alle Ritzen ließ schwellen den Jackenkragen
Zog die Ärmel lang tropfend und verschlammte das Profil
Der dicken Schuhe die standen zwischen dem Gemüse
Fremd dem ewigen Geplätscher jegliche Mässigung
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Bald wird die Sonne gnadenlos wieder versiegeln den Boden
Hart härter ohne Drama geht es nicht mehr
Höher der Ton das Quietschen der Empörungen
Regne Regen solange es Dir lieb
Jedoch
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Meine Liebe benötigt kein Ölzeug
Mein Leben ermüdet mich als freundliche Last
Die Frau an meiner Seite zu
Mir passt und tue nun was zu tun ist
Ohne Hinterlist und unterwegs bleibe ich stets
Bei Dir stetig
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(gießen / kurz vor pfingsten 2025 und happy birthday auch noch)
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auf den feldern von morgen keinen anweisungen mehr entgegeneilen
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nichts
nichts tun
das nichts
das tun des nichts
tu das nicht
das nicht
aber
später
wenn der nebel
tee geworden
trink ihn aus in ruhe
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ein stück bergauf noch
im gleichmass atmen eventuell
den lungen noch etwas
letzte zeit geben
den jungen pflänzchen mulch düngung zueignung
zeigefinger nähren nicht eine letzte ernte
altklug werden sie nie
die früchtchen
auch wenn der bourgeois salonlink und die elche welche
*
eine messerspitze vielleicht
eine halbe tasse dazu
und vorsichtig noch den teelöffel voll
träufelnd einstreuen ohne
glorifizierung und das überrumpeln deiner
gäste falls es noch
jemand schmecken sollte außer
deiner überheblichkeit
die wahrheit bleibt was sie bleibt
ein weiterer irrtum
*
danach erweise deine referenz den gurken
neige dich huldvoll hinab zu den tomaten
und allem hoffnungsvollen grün
lächle zu
keine macht und niemand
der blick in den himmel
bittet um regen
stet und nicht zu heftig
*
auf den knien zu rutschen
die hände in erden
wird werden
und wenn nicht dann
nichts
nichts tun
das nichts
das tun des nichts
tu das nicht
das nicht
aber
später
wenn der nebel
tee geworden
trink ihn aus in ruhe
gottes hand
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(auf der hardt / heute kürbisse / melonen / auberginen / gesetzt statt gesetz)
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auf den neuen feldern gestern schon lediglich wiederholungen
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nichts
nichts tun
das nichts
das tun des nichts
tu das nicht
das nicht
aber
später
wenn der nebel
tee geworden
trink ihn aus in ruhe
*
eine messerspitze vielleicht
eine halbe tasse dazu
und vorsichtig noch den teelöffel voll
träufelnd einstreuen ohne
glorifizierung und das überrumpeln deiner
gäste falls es noch
jemand schmecken sollte außer
deiner überheblichkeit
die wahrheit bleibt was sie bleibt
ein weiterer irrtum
*
danach erweise deine referenz den gurken
neige dich huldvoll hinab zu den tomaten
und allem hoffnungsvollen grün
lächle zu
keine macht und niemand
der blick in den himmel
bittet um regen
stet und nicht zu heftig
*
auf den knien zu rutschen
die hände in erden
wird werden
und wenn nicht dann
nichts
nichts tun
das nichts
das tun des nichts
tu das nicht
das nicht
aber
später
wenn der nebel
tee geworden
trink ihn aus in ruhe
gottes hand
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(auf der hardt / immer noch / es regnet endlich ohne end‘ und hast)
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