Es hatte geregnet und es war neblig und strenger Frost
Und die Sonne schien als die Türe ins Schloss
Gefallen tu mir bitte einen Gefallen
Umschluss heute nicht
Die Zellentüre stand offen gen Flucht
Ohne Verzicht
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Zur Feier dieses Tages
Wankte er ins vorläufige Hotelzimmer
Handschuhe und Lesebrille vergessen
Unterwegs und der Brustkorb
Eng und enger durch diese hohle Gasse wird
Sie
Nicht mehr kommen geschweige denn
Aber Schweigen
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Heimkehr unter alte Decken
Der Kühlschrank steht offen leer
Draußen rumpeln Müllfahrer ihre Weckrufe ins Morgengrau
Freudig frustriert
An seiner Seite die welche tiefer schläft
Unter dem Kopfkissen
Seine Pistolen
Angedacht
Ständig müd‘
Nie erschöpft seine Gefallsucht
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(giessener varianten verschiedener positionen / heute und gestern schon scheint die sonne / frühe narzissen / vielleicht zu früh / reimen als selfie / tuchel trägt heute einen spezialschuh / kann mann machen / nach dem zeh bricht das herz)
Kölner Südstadt. Alleine vor dem Schwarz – Weiß – Fernseher im „legendären Sommer von 1982“. In der Nacht von Sevilla kütt der Tünn anjeflogen. Davon berichtet er fünf Jahre später aka lässt berichten in seinem „Anpfiff“. Mehr im Anschluss. Viele Menschen, gerne Männer, laden sich im Laufe ihres Lebens ein Paket auf den Buckel, welches sie kaum mehr runterkriegen. Toni Schumacher hatte gleich zwei bis mehrere solcher Kisten hochgehievt.
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In den 80er Jahren war ich regelmäßig im Müngersdorferstadion. Nicht im Freibad nebenan. Aber der Sound von nebenan lag stets in der Luft. Festes Ritual: der Einmarsch des Tünn. Als Erster oder Letzter des EffZeh. Kulturbeutel unterm Arm. Vom Nordtor einmal längs und quer über den Platz – Huldigungen benötigen ihre Zeit – rüber in die Südkurve. Man feierte den King vom Rhing. Dieser Tünn isset und nit der Dummse Tünn, obwohl dieser möglicherweise der einzige Lude auf Wikipedia. Meister Schumacher fing meist alles, was zu fangen war, auch mit gebrochenen Fingern. Siehe ganz unten. Sogar den BIG MÄC. Außer 1986, wieder ein Sommer in der Südstadt. Die WM der Hand Gottes und Toni griff im Endspiel daneben wie man nur daneben greifen kann. Noch ’ne Paket am Hals? Letztlich drissejal.
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Im Jahr drauf diktierte er den besagten Anpfiff. Was stand drin? Kicker dopen. Etliche Kicker sind schwul. Kicker saufen und zocken. Und Loddar ist nicht die hellste Kerze auf der Torte DFB. Sowie Rumminiga ein Schleimer und Karrierist. Remenber theSchlucksee! Was ist daran falsch? Und – etwas ungelenk, siehe Überschrift – schrieb er sich die Causa Battiston von der gekränkten Seele. Die Nationalmannschaft entledigte sich des kickenden Autors und so dann auch – wahrscheinlich tausendmal verletzender – der EffZeh. Feige wie sie halt sind, die Taktiker und Bettvorleger. Also ein erzwungener Wechsel gen Schalke. Höchststrafe?
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Wieder ein Jahr später im Mai. Schalke zu Gast in Kölle. Das letzte offizielle Bundesligaspiel – ok, später durfte er als Dortmunds Torhütertrainer ein paar Minuten Meister sein – des Schumacher. Eine verpflichtende Pilgerreise für uns Jünger. Die alten Gefährten Icke und Litti netzen gegen ihn ein. Das ganze Stadion entschuldigt sich dafür. Eines meiner emotionalsten Fußballspiele. Ich mochte diesen freundlichen Verrückten sehr. Nur die wirklich Coolen werden von Andy Warhol porträtiert. Und reden im Theater über ihre alten Pakete. Später mal.
Ein alter Reim heute zur Wiedervorlage in den Zeiten der entschwindenden Zwischentöne. Kein direkter aktueller Anlass im privaten, eher ein generelles Unwohlsein. Und dass ich manchmal unseren „ach so drögen und langweiligen“ Kanzler durchaus zu schätzen weiß. Da ist man aber im Diskurs ganz schnell mal ante portas. Mehr zweifeln. Weniger verzweifeln. Vielleicht. Gebt uns die einfache Welt zurück? Kann mich nicht an eine solche Welt erinnern. Was für ein Kraftakt, ein Leben lang so vieles zu ignorieren zu müssen, um nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren.Solange einfach nur lalalala.
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mein arschlochteil besuchte mich heut‘ nacht
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gestern nacht traf ich es mein arschlochteil gestern nacht sprach ich mit ihnen meinen dämonen streng doch stets gütig erscheinen wollend verwies ich sie an ihre angestammten plätze ich wußte gar nicht wo die sind redete ihnen ins gewissen da ich hoffte sie hätten eines doch sie grinsten mich an feist bohrten mir ihre stinkefinger in die nase und ließen mich wissen wer ich denn wäre der sich erlaube gefühlen vorschriften zu machen ich schickte sie in die verbannung sie lachten auf einem bein stünde ich nur noch dann und fiele um ohne sie wie dumm und so in ihrer begleitung könne ich wenigstens noch vorwärts humpeln
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als ich in den anbrechenden tag schritt merke ich wie ich das eine bein etwas hinter mir herzog nach dem zweiten kaffee begannen wir mit den friedensverhandlungen
Am besten ist es eh, du stehst auf der Gästeliste. Man war dabei, kann davon ein Leedche singe, selbst wenn man abgesagt hatte oder, was wahrscheinlicher ist, einfach nicht erschienen war. Das Leben, die Welt, der Zufall, eine Krankheit sprechen gerne mal Einladungen aus. Daraus erwachsen dir aber keine Verpflichtungen. Mal geht was. Mal ist es besser rechtzeitig abzubiegen. Oder?
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Der Schwarze Hund ist ein Hund. Du standest auf der Gästeliste, lange bevor dich die, eben die deine, Einladung rechtzeitig erreicht hatte. Der Umschlag in Deinen Händen knirschte etwas. Man kannte sich und dich ja schon etwas länger. Kann man sich öfters schwer eingestehen. Anderen trotzdem eventuell mal. Sich selbst dann wiederum eher nicht.
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Ich schrieb hier vor einiger Zeit, dass Halter von Schwarzen Hunden, begegnen sie sich, lieber die Strassenseite wechseln. Siehe unten bei 13:50.
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Eben las ich nochmals vom unlängst verstorbenen Luigi ‚Gigi‘ Riva. Als er aufhören musste mit der Kickerei, schenkten die Götter ihm wohl einen besonders dicken Schwarzen Hund. Wusste ich noch nicht. Wundert mich aber nicht. Man begegnet dem Hundesohn meist un(d)erwartet. Tut aber dann professionell überrascht.
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Und wenn man zu lange auf den Boden guckte, rechts oder links, bei Fuß, Sitz, Platz? Jedoch der Dunkle Dackel er machte was er will? Den Blick anschließend nach oben richten? Himmel inklusive Nackenstarre? Dauert länger bis man da was sieht.
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Im Kölner Zoo existiert mein Lieblingsgehege. Recht groß, eigentlich zu groß für zwei Viecher, welche man eh nie zu Gesicht bekommen kann. Beeindruckend die dort aufgebaute Gebirgslandschaft. So ein bisserl Märklin-Eisenbahn-Hintergrund für eingesperrte Wildviecher, die bei uns nicht abgeknallt werden können. Weil sie hier nicht vorkommen. Außer im Zoo. Wir haben ja genug im Kühlschrank. Was so vor sich hin und her schimmelt.
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Man nennt sie die „die Geister der Berge“. Die Schneeleoparden. Es gibt sie tatsächlich. Sagt man. Gewiß? Ich sah mal in Köln eine ihrer Schwanzspitzen wippen. Ziemlich weit da oben in diesem Gehege Kunst statt Natur. Hatte mir damals schon gereicht. Weniger zu wissen. Nichts zu sehen. Ahnen.
Back to school. Also, ich war der Lugi. Dann gab es noch den Micki, den Uli, den Siggi, die Pedie, den Winnie, den Andi, die Andi, die Geli, den Olli, sogar einen Jürgi, Klausi auch und den Zimmi (war ausnahmsweise Lehrer) und never forget Albi! Die WG – Band bestand aus Yogi, Jacki, Robbie und Tommi! Die Hansis nannten sich oft Johnny. Sind das noch Namen? Möglicherweise waren es die Zeiten oder diese süddeutsche Sucht nach der Selbstverniedlichung. Möge man mich bitte! Ich bin doch so lieb! Man schleicht sich geschmeidig aus der Verantwortung. Nur so eine Behauptung!
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Jetzt, nach den Dekaden der Klinsis, Jogis und Ollis, diesen lähmenden Dekaden, die sich nicht zwischen Selbstüberhöhung und der damit einhergehenden Selbstverzwergung entscheiden konnten, hat es Hansi erwischt. Endlich, mag ich gerne aufseufzen. Wohl zu spät. Ein Rudi übernimmt. Nach 2000 scho wieder. Wenn es auch nur Stunden sind.
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Peinlicherweise erreichte mich die Nachricht der seit 2018 überfälligen Demission des hoffentlich letzten Mitglieds des vermeintlichen Gescheitletraineradels aus BW in dem Moment als die Korbleger Weltmeister wurden. (Kurzer Gedanke: Noch nicht mal respektvoll kommunizieren kann der DFB. ) Und der Trainer ist Kanadier und heißt Herbert statt Herbie. Dann wäre er ja wiederum ein Käfer. Gut so! Wunschbundesanweiser ist bekanntlich Kloppo. Isch aber auch ein Schwoab! Wird er nun ab 2024 zum Kloppi? Oder wird es der Julian Nägeli?
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Wenn man ein Haus über Jahrzehnte vor sich her und hin verrotten lässt, ist irgendwann selbst der Abriß keine Option mehr. Auch wenn es am Strand steht. Die dort anlegenden Boote holt keiner mehr ab. Warten wir zu lange?
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Nachklapp 11.9.: Ferndiagnosen sind fragwürdig. Sah ich aber in letzter Zeit Hansi F’s Augen in die Kameras oder ins Nirvana blicken, meinte ich in den Spiegel zu schauen. Ein schwarzer Hund von beträchtlicher Größe saß da mit auf der Trainerbank oder in der Pressekonferenz. Wenn der einst geschätzte Umarmer die ehemals gerne Umarmten nicht mehr umarmen darf und keinen Plan B hat, wenn die Harmonie einstürzt und das Vertrauen diffundiert, wird es böse für alle Beteiligten. Ich weiß, wovon ich spreche. Eine Seele reibt sich wund und wunder. Überkommene Führungsmodelle funktionieren nicht mehr bei den allgegenwärtigen Egoshootern. Oder vielleicht nur noch die ganz, ganz, ganz alten. Stillgestanden! Wegtreten!
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Und sprechen wir weiter und öfters von den schwarzen Hunden. Heute im Sportteil der FAZ ein beeindruckendes Foto. Seitenlinie. Thomas Müller wird eingewechselt. Wie er seinen alten Weggefährten dabei anblickt. Er weiß vom bevorstehenden Ende und dem Tanz des schwarzen Hundes. Kein Trost mehr möglich. Man versucht es dennoch. Schon wieder symphatisch.
Hä Lugerth, was hat denn das wieder mit dem September zu tun? Ganz einfach: die gute alte Ambivalenz dieses Monats, von der ich oben schon schrieb. Mein Eindruck dieser Tage, da liegt ein Land (Ja! Verallgemeinerung! Güldet aber!) trotzig, aggressiv und eingepennt auf dem Sofa, der reuige Finger aber huscht über die Bedieneroberflächen und fordert Aufbruch, Veränderung, ein mutiges Vorwärtsstürmen und Tore auch gegen höherklassige Gegner. Ja wie denn? Soll dann der Zeitgeist dich auf deinem Sofa gen Utopia tragen, während du dabei noch eine Lieferpizza abnagst? Oder wie Olaf der ehemalige Eisbär und nun Pirat Jakob Sperling fordert: Ein Pakt müsse her und wir dann alle moderner, sicherer und – mit drei bis siebenundzwanzig Ausrufezeichen – SCHNELLER! Vorwärts und rückwärts gleichzeitig, statt gebremst gescheiter? Weiter! Heiter! Immer blöder? So wie die Stones, die gestern, ja ich habe global vernetzt geguckt, in einem altvorderen hübschen Theater einen komplett belanglosen neuen Song vorstellen? Peinlichkeitsvideo: Blondine räkelt sich und fährt ihre Peaches durch LA? Oh wie traurig! Lassen die alten Säcke ihre Songs jetzt von der KI erstellen? Auf’m Sofa? Dennoch: Sofa ist cool. Ein meanwhile nicht mehr geschätztes Sitzmobiliar. Hä? Was redest Du? Besuche die üblichen Start – Up – Pages. Da hängen sie in den Polstern und ruinieren ihre Bandscheiben. Wurscht! Rückgrat wird eh überschätzt. Eat the Rich. Iss auch besser so!
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Dann las ich noch eben, Venedig möge demnächst Eintritt verlangen. Erinnerte mich an meine Onkels in der DDR. Eigentlich an alle, aber einer von ihnen war ein ganz besonders fanatischer Postkartensammler. Kurz nach der Wende besuchte ich ihn am Müggelsee und wir wühlten uns durch seine Karteikisten und er erzählte von seinen Reisen, die er Bilder betrachtend, einst antrat hinter den Mauern. Manche fehlende Postkarte hatte gewiß ein eifersüchtiger Zöllner einkassiert. Und so aber mitträumte. Nachts. Im Kopp. Zwei verfeindete Mannen mit vereinten CO2 – Fußabdrücken. Man kann die Welt auch per DIERCKE – WELTATLAS erfahren. Hier wird der Zeigefinger mal sinnstiftend eingesetzt.
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Geht das? Etwas verändern auf dem Sofa liegend? Vielleicht. Manchmal mag dazu eine Melodie ausreichen, die man nur erahnt. Man spart sich etliche Worte. Bleibt auch vorwurfsfreier, denn auf ihren Inseln träumen die Trottellummen alle davon Brüder und Schwestern zu werden. In der Hoffnung doch ein Anderes zu sein. Den täglichen Stürmen ist das aber wurscht! Uff! Ich habe mich wiederholt! Passiert! Dann singen wir nochmals das gleiche Lied. Aber selbstredend anders. Aber wie einst!