Zwesche Finsterbredd un Stenz / Teil 11

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In Vergangenheit Badender / Lenkbrunnen / Obere Laube / KN / BW / Juni 2026

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Fuß ist Hand und Hand ist Fuß oder Neulich in Winston-Salem / Teil 2

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Liegt uns Europäern und den kolonialisierten Buben auf den anderen Kontinenten eine leere Bierdose vor den flanierenden Füßen, treten wir dagegen. Ganz anders der Ami-Bub. Er bückt sich, hebt das Teil auf und pfeffert es galant in den nächsten Korb oder seinem Gegenüber in die fangbereiten Arme. Hinter dem alten Südstaatenhaus – Frontporch und Hollywoodschaukel inklusive – lag ein kleiner Park. Dort wurde abends Softball, die Amateurversion von Baseball, dargeboten. Noch heute habe ich nicht die geringste Ahnung nach welchen Regeln da gespielt wurde. Aber die Zuschauer, die meisten farbig, waren von einer ansteckenden Euphorie beseelt. Go to the second base. Hit him low. Hit em high. Gegrillte Maiskolben. Popcorneimer. Wir, gerne mal vom Weed sediert, saßen da und erfreuten uns des Lebens. Bewegten uns eher nicht. Es war heiß und schwül like hell. Das mit dem Weed war irgendwie gestattet, es störte niemanden, aber wage es, dummer Europäer du, mit einer Bierbüchse durch die Strassen zu gehen, da hält der Cop neben dir an und du mußt das Getränk ins nächste Gebüsch schütten. Außer das Budweiser / Miller / Michelob / Pabst Blue Ribbon / whatever / steckt in einer Papiertüte. Und – i’m not joking – im North Carolina jener Tage durfte man Männer- und Frauenunterwäsche nicht auf die selbe Wäscheleine hängen. It’s the law, stupid.

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Die Schauspielschule war nur wenige Gehminuten von unserer Hütte entfernt, einer „Künstler–WG“ in der Ulrick, like they called him, lebte und aber auch Julie mit ihren etlichen Verehrern. Von ihr aber später. Frühmorgens, eben noch war ich barfuß auf der Suche nach etwas Orangensaft in Gallonengröße vor dem monströsen Kühlschrank in die Kakerlakenleichen getreten, die der obligatorische Kater (Fritz, the cat!) nachts frisch gekillt, hinterlassen hatte und wenige Minuten später hüpfte ich unter einem strengen Diktat – i’m afraid of americans – durch den Ballettsaal. Jazzdance. Bewegungstraining. Augen auf bei der Berufswahl. Le Freak. Danach arbeitete ich, nichts wissend, daß mein zukünftiger Beruf mich irgendwann in die hohle Mittelmäßigkeit der Herkunft dieses Textes führen würde, an einem Monolog von Jorsch Buckner. As they called him. The knife. Where is the knife? Blood. Blood everywhere. I killed her. Marie. Where are you tonight? Marie? Des Woizeggle in Amerika.

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Das seltsame an diesem Winston-Salem war, ich war noch nie dort, aber alles kam mir vertraut vor. Filme. Fernsehen. Wer die Nachtigall stört. Die Vorstädte. Mein Freund Harvey. Ist das Leben nicht schön. Happy family. Wir kriegen die Kurve. Wenn wir nur wollen. Milchflaschen vor der Tür. Der Zeitungsbote schleudert die Morgenlektüre vom Fahrrad direkt vor die Haustür. Ohne die Milchflasche wegzukegeln. Gegenüber der Hütte lebte ein alter Mann, der so gut wie täglich seinen Rasen mähte. Ein Schild, es stand eigentlich vor jeden der Häuser dort: NEIGHBORHOOD CRIME WATCH. Was das heiße, fragten wir. Well, Boys listen. Wenn ich sehe, daß da irgendein „unknown subject“ auf eurem Rasen, den man übrigens mal wieder mähen könnte, tell this Ulrick, rumhüpft, my gun is loaded. Er habe, ich liebe Klischees, uns, just to mention, damals befreit. Once upon the time in Heidelbörg. And by the way, i love the germans. Aber your Kanzler is leider a communist, dieser Hellmüt Schmitt.

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Der Sommer nach Winston-Salem war noch länger. Der längste Sommer meines Lebens. Länger sogar als diese … ähem … kuriose Veranstaltung. Da drüben. Eben.

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(soon to be continued)

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