einen gedenktag dem baum den rest des jahres sich den bauchnabel puhlen

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Den letzten Sonntag nannte man den Tag des Baumes. Es soll sogar den Tag der zu engen Unterwäsche geben. Oder den Tag des Fußschweißes. Und einst gab es den autofreien Sonntag. Gar den Tag der gerissenen B – Saite. Sowie den Tag der weinenden Alligatoren. Was man halt so als Schwerpunkt setzen mag. Der Gefährte war auch diesmal schneller. Es mangelt ihm zwar als Vertreter des Herren der Tiere an Bauchnabelei, wie er es nennt. Dafür aber ist mehr Weitsicht sein eigen, die ja letztlich Rücksicht ist. Oder?

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Wenn Dich jeder brüllende Schmerz Seifenblase

wie eine Säge die das Holz zersplittert kreischend

trifft wie eine Sonne die zerbrennt Lebensgeschichten

vor der Unerbittlichkeit Endlichkeit Dein Hasten Sekunden nur

bremse

die Furcht ehre

Deinen Baum hüte

und Element sei nicht Herrscher denn

umarmen mußt Du sie nicht die Bäume

laß sie nur in Ruhe betrachten Dich

als ein vorbeihuschendes Ausatmen

des Augenblicks Leben

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(Archibald Mahler / angehender Lehrling des Großen Kamuy)

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