gotta serve somebody

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„Zum anderen sollte es uns helfen, mal wieder in aller Demut zu realisieren, dass uns nichts gehört, nichts für immer ist und unser Leben nur eine Leihgabe. Nach all den Jahren, die uns schon geschenkt wurden, wäre ein regelmäßiges Ritual aktiver Dankbarkeit – in welcher Form auch immer – ganz angebracht.“

Das schrieb mir unlängst ein musikalischer Freund. Gute Ärzte hatten ihm eben geholfen dem Sensenmann, der schon gewunken hatte, die Sichel aus der Hand zu nehmen. Immer wieder las ich letzter Tage diese Zeilen und war getröstet. Etliche Jahresabschlußworte werden in den nächsten Tagen niederregnen. Denke dem obigen Text ist wenig hinzufügen.

Anfang März dieses Jahres – das Virustier machte sich so langsam in Deutschland breit – war ich eine Zeitlang im Kloster Engelthal. Entscheidungen treffen, nachdenken statt trinken, etwas suchen, einen Adressaten in Sachen Dankbarkeit vielleicht und die Ruhe sowieso, den guten alten Stein der Weisen auch, wohl wissend, daß er meist nur ein Wunsch und so Vater dämlicher Gedanken ist. Als ich das Kloster nach beeindruckten Tagen verließ, stand ich in einer anderen Welt. Laden runter, Läden zu. Bleibt zu Hause, sprach das Virusvieh.

Mit dem musikalischem Freund, der die obigen Worte schrieb, sang ich letztes Jahr „Gotta serve somebody“. Er sang es davor schon mal woanders und das anders. Ich sang es ganz woanders auch mal früher und anders eben. Der Text bleibt. Eine Fassung.

Die Suche geht weiter. Mal da, mal dort. Manchmal ahne ich, wo man aufgehoben ist. Sein wird. Könnte. Weiß man es? Gewiß aber nicht in der gnadenlosen (neoliberalen?) Einforderung seiner als Bub mal erträumten Einzigartigkeit oder im ewigen Lamento. Nee Nee Nee!

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Out on the highways and the by-ways, all alone

I’m still searching for, searching for my home

Up in the morning, up in the morning out on the road

And my head is aching and my hands are cold

And I’m looking for the silver lining, silver lining in the clouds

And I’m searching for, searching for The Philosopher’s Stone

And it’s a hard road, it’s a hard road

daddy-o

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(Van Morrison)

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