bagatelle einunddreissig oder von der arroganz der eigenen angst atme doch

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Las heute das Zitat eines Regisseurs

Eben achtzig Jahre geworden

Man betitelte ihn Enfant terrible Berserker Avantgardist einst

Als Theater noch in offene Ohren und Augen schreien durfte

Man nicht nur Oberflächlichkeiten verwaltete wie überzogene Konten

Flunschlippig

Gelernt habe er von den Dichtern Komponisten Malern

Die sein reiches Leben in Schwung gebracht

Der Mensch sei disparat fragmentarisch beeinflußbar

Das einzig Unzuverlässige

Garantiert

Sei der Mensch

Der Einzige garantiert Unzuverlässige in der Natur

Und dachte an den unfassbaren Lärm in der reichen Welt

Nein nicht aufheulende Motoren

Gröhlende Fußballanhänger

Schreiende Kinder

Kläffende Hunde

Brüllend volle Plastiktüten

Und exaltiertes Partyvolk

Müde Menschen lediglich die doch auch dachte ich nur

Nein der sekündlich anschwellende Bocksgesang der Klagen Vorwürfe

Die Schatzsuche nach der Truhe Bundeslade Erlösung Heil

Ewige Narren die wir sind doch und die letzte Antwort bleibt Bagatelle

Die Schuldfrage stets im Visier die schon in den Almanachen unserer Ahnen

Vor sich hin moderte unbeantwortet

Das Große Jammern nun da sich die Lebenswut wieder nähert unserer

Gelähmten Gesellschaft

Die Arroganz der eigenen Angst

Spielart eine nur der vielen Verzweiflungen

Disparat fragmentarisch beeinflußbar

An den Rändern des eigenen Tellers in Agonie

Selbst Eingebrocktes den Fremden auslöffeln lassen mögen

Oh nein der Schrei

Es gibt sie nicht die Guten

Nirgendwo und nirgends

Auf den Feldern der eigenen Endlichkeit

Bastarde vermeintlichen Wissens wir

Werden überleben müssen die letzten Tage ohne zu wissen

Einatmen

Ausatmen

Abwarten

Ich wünschte ich wäre ein Berg doch bin ich nur Mensch

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