Mit Dylan durch ein Leben latschen / 3

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Die Schatten werden länger und ich treib‘ mich hier schon die ganze Zeit rum

Es ist zu heiß um zu schlafen und die Zeit rinnt mir durch die Finger

Ich glaube, so fühlt es sich an, meine Seele ist nur noch ein Bolzen aus Stahl

Alte Narben trage ich mit mir rum, die Sonne heilt sie nicht

Kein Raum zu finden irgendwo um irgendwo zu sein

Noch ist es nicht dunkel, aber bald

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All‘ meine Mitmenschlichkeit ist durch den Abfluß gerauscht

Hinter jeder Art von Schönheit verbirgt sich meist ein Schmerz

Sie hatte mir einen Brief geschrieben, einen herzlichen Brief

Was sie denkt, fühlt, was ihr alles durch den Kopf geht

Doch mir ist das alles vollkommen egal

Noch ist es nicht dunkel, aber bald

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Ich war ein paar Mal in London, mit ihr in Paris

Manchen Fluß befuhr ich bis er mündete ins Meer

Ich stieg hinab bis auf den Grund einer Welt voller Lügen

Ich suchte nichts zu finden in den Augen von irgendjemandem

Manchmal denke ich, ich kann nicht mehr tragen, was mir aufgebürdet ward

Noch ist es nicht dunkel, aber bald

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Ich wurde geboren und ich werde sterben, aber man hat mich nicht gefragt

Es sieht vielleicht aus als würd‘ ich mich bewegen, aber ich stehe still

All‘ meine Nerven spüren nichts mehr, sie sind taub

Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, woher ich kam und wovor ich floh

Auch das Abendgebet höre ich mich nicht mehr murmeln

Noch ist es nicht dunkel, aber bald

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Der Mann, der mich als Sänger, Musiker und Dichter ein Leben lang begleitete, lebt noch. Er wird bald 80 Jahre alt werden. Deshalb ein kleiner Countdown to Zimmermann`s Birthday. Noch 2 Tage. Get prepared!

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