bagatelle sechsundfünfzig / konstanz 5

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in manchen nächten bildeten wir uns ein

die stadt läge uns zu füßen

wut waberte diffus

laternen dunkel geschüttelt

rückspiegel abgetreten

sterne gesammelt

vor der besetzten telefonzelle

kramte verzagte hoffnung

in den taschen nach dem letzten zehnerle

eine mutter legte auf

des herzerls seegfrörne

gelegentlich öffnete sich ein fenster

und spuckte einen ruhewunsch auf unseren struppigen schopf

das wolfsgeheul tanzender esel die antwort

hinter dem säntis kroch der tag

aus seinen vernebelten federn hoch

noch mal die hände gefaltet und

inhaliert die euphorie und alle müdigkeit

auch wir werden zahnräder werden

sang uns ein letzter blues

dann gingen wir in die welt hinaus

hänschen klein

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Ein Gedanke zu „bagatelle sechsundfünfzig / konstanz 5“

  1. Wo um Himmels Willen kriegst du diese Fotos her? Mindestens 50 Platten sind mir in diesem Haus abhanden gekommen! War trotzdem Klasse! Ein Kampf mit heute unvorstellbaren Mitteln! Dank für die Erinnerung.

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