„Romeo is bleeding but not so as you’d notice … and he’ll die without a wimper like every hero’s dream.“ (Tom Waits)

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Heute schenkt man sich Blumen. Oder Worte. Oder schweigt. Oder redet wie ein Wasserfall über die vielfältigen Pfade, die einen dorthin geführt haben, wo man momentan steht, den Blick zurück. Vielleicht sogar nach vorne. Oder die Augen einfach schließen. Nicht hetzen jedenfalls. Lieder helfen:

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das war mein zweitbestes neujahr

*

wir hatten die fenster geputzt

fremde stiefel traten sie ein

müder neujahrsmorgen

sie kam um die ecke

taumelnd

eine entscheidung ersehnend

die nacht vollgekotzt

neben ihre zukunft

von der sie behauptet später

diese wäre eine

*

er räumt weg die scherben

sie will bleiben

weiter weiter arbeiten im zerstörten raum

trotzig stur

dann ging ich

und du warst beleidigt

warum liebste

habe ich dich nicht verlassen

jein nee ja

ja nee jein

*

es müßten sich die dinge ändern

im neuen jahr

murmelte ich dich haltend

zu fest

du bist erstarrt

eingefroren

ich schlug mir mit dem sinnlosen hammer suff

auf mein wundes herz

welches leugnete den verlust

sowie du leugnestest

den gewinn

*

(5.1.22 / Kiel / Angler / Tagesbierkneipe)

…..

*

ich möchte daß meine Liebe stürbe

daß es regnet auf den Friedhof

und in den Gassen wo ich gehe

jene beweinend die mich zu lieben glaubte

*

(samuel beckett)

…..

weitergeh’n in ruh‘

aber da ist ein kiesel

in meinem schuh, Du

*

(gießen / 14.2.22)

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