In memoriam Arik Brauer: ein Reim

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Stünd ich nach meinem letzten Stündlein dann

Am Pult des Grossen Gautama

Er lächelte wie stets er‘s tut

Spräch: „Liaber Bub, da bist Du ja!“

Mir in die Hos‘ das Herzerl rutschte

„Hoff‘ ich bin nicht zu spät!“

„Geh sorg Dich nicht Du Hosenscheißer,

mir kaaner durch die Lappen geht!“

Darauf griff ich dann voll des Mut’s

Zu meiner letzten Frage

„Was ist denn mit der Wiederg’burt?“

Das wär‘ es was ich sagte

Der Gautama grinst breiter gleich

Und bohrt sich in der Nas‘

I sag: „Im nächstn Lebn an Weaner Künstler,

geh bitte, dös wär doch was.“

„Mein Bub, geht dös vielleicht

ein klein wenig genauer,

wärst lieber so an Heller – Typ

oder sowas wie der Brauer?“

Ich dächte hin und dächte her

Das dauerte Minuten

„Geh Hosenscheißerl, ich hab an Durst,

kannst Du Dich jetzt mal sputen?“

Es donnerte sein Gottorgan

Und mich hauts um, ich sitz

Am Hosenboden, der Gott, er lacht

Und erzählt ein Witz

Dös tut er schließlich stundenlang,

Vergißet seinen Durst

Und i hock da und lach mich tot

Und es ist mir wurscht

…..

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Mir fällt es heute nicht ein, wo es war, daß ich öfters Arik Brauer hörte. Konschtanz, Köln, Tübingen? Ob ich die Platte hatte? Oder ein Freund, ein Kollege? Wurscht! Weiß nur noch, zu Schauspielschulzeiten, ein lieber Kollege wollte mir den Heller nahebringen (ja, hatte er auch geschafft), aber der Brauer war mir irgendwie näher. Auch wegen der Minute 2:50.

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