nora tschirner sagt unfuckingfassbar

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Himmel hilf und schmeiß Hirn auf die Erdoberfläche. Klar, Corona macht uns tagtäglich blöder oder zu Säufern, falls man nicht Paketzusteller ist. Wenn man sich so anhört und ansieht, was aus purer Langeweile an Säuen durch die medialen Dörfer getrieben wird dieser Tage und Wochen, dann können wir davon ausgehen, daß es die nächsten 50 Jahre Schlachtplatte for free gibt. Den Vogel aber schießen jetzt meine prominenten „Kollegen“ mit ihrer seltsamen, angeblich satirischen Aktion ab. Ich verlinke das hier nicht, sondern nur oben eine sehr gescheite Antwort auf dieses, ja was eigentlich? Viele Fragen, außer dem „Warum das nur?“. Wer hat das initiiert? Hat da wer was inszeniert? Wer war in den Wohnungen? Führte da einer Regie? Alles eine Ästhetik! Ähnliches Licht! Das sind nicht die jämmerlichen Laptop – Kameras! Das ist alles ausgeklügelt geleuchtet und gesetzt. Alle sprechen diesen gleichen Werbesprech. Wer schrieb die Texte? Was haben die dafür an Kohle gekriegt? Und warum habe ich so eine kleine Wohnung? Warum dieses HAHAHA – ich bin so lustig Ironie Format wählen? Warum nicht eine tatsächliche Aktion, sondern über 50mal scheinbar originelle, individuelle, aber letztlich über einen inszenierten Kamm gebürstete Selbstdarstellung? Nee, wirklich, daß der Schauspieler sehr schwer zu intelligenter Äußerung durchdringt, habe ich an mir selber und an den Kollegen etliche Jahre schmerzlich erleben dürfen. Unser zentrales Benzin ist die Eitelkeit, vor allem wenn sie in gekränkter Form in den Thinktank geschüttet wird und da ist Empathie ein Fremdwort, was es ja auch ist. Nora Tschirner – siehe oben – fasst es wunderbar zusammen:

!UNFUCKINGFASSBAR!

Allein schon für die Wortschöpfung: Danke! Mann o Mann, was für eine Woche. Erst die Süperlügüe oder so, die schnellstens zusammenkrachte, obwohl auch das so was von wurscht ist, dann die Diskussionen über Ausgangssperren und und und, die es doch an Weihnachten auch schon gab und da waren es noch keine Menschenrechtsverletzungen und jetzt ein Jan Josef Liefers, der einen raushat, um sich dann natürlich von seinen neuen Fans zu distanzieren. Das kennt man doch von seinen neuen Fans. Also, das einen raushauen, um sich dann zu distanzieren. Und Nena singt dazu: Ab nach Kassel. Der Wendler kommt auch! Freue mich auf Jan Böhmermann und was der dazu sagt. Weil, der kann Satire. Die Kollegen sollten es sein lassen. Ist einfach ein anderer Job. Ziemlich klebrige Aktion.

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Update: der legendäre „Schauspielermut“ hat mal wieder zugeschlagen. Denn etliche ihrer Videos sind wohl schon offline. Da werden die Herren und Damen Sendergewaltigen bestimmt den Zeigefinger ausgefahren haben. „Du, Du, Du! Aus! Nächster Tatort sonst ohne Dich und dann mußt auch Du für den Mietdeckel demonstrieren gehen in Berlin, gelle!“

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Update zwo: Nachdem mein gestriger Zorn etwas verraucht ist: Was nun etliche der 53 tun und eingestehen, daß man daneben lag und erkennen, was das für ein Rohrkrepierer war: dafür einschränkt Chapeau! Immerhin! Trotzdem: Was sollte diese Aktion bezwecken? Gräben vertiefen?

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Update drei: Weiß nicht warum mich das immer noch so umtreibt, was die 53 Menschen da gestern verbreiteten. Vielleicht, weil die jetzt von den Claqueren sowie den Kritikern zu Generalvertretern unserer Zunft gemacht werden. Nein, sind sie eben nicht. Schön, daß auch andere prominente Kollegen dies so sehen, mit gebremster – aber doch auch – Wut. Hier!

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Update vier: Habe eben (Montag / 26.4.21) mit einem lieben Kollegen aus der freien aka freigestellten Szene telefoniert. Natürlich redete man über Professor Börnegroß. Zitat: „Hoffentlich fängt der jetzt nicht auch noch an darüber auch noch Lieder zu schreiben.“ Oh ja, lieber Golf spielen. Dann schrieb und postete ich die letzte Bagatelle und dachte, auch kulturelle Besserverdiener sind in der Lage eine sinnvolle Aktion zu starten. Dig it!

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Update fünf vom 30.04.2021: Sag ich doch!

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